Unternehmens-Software
Salesforce fordert SAP heraus

Der US-amerikanische Software-Entwickler Salesforce will deutlich in den europäischen Markt investieren – und so Marktführer SAP überholen. 500 neue Stellen will das Unternehmen im kommenden Jahr in Europa schaffen.
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DüsseldorfMit deutlichen Investitionen in Europa will der amerikanische Cloud-Spezialist Salesforce zum Marktführer bei Unternehmenssoftware aufsteigen und den bisherigen Branchenprimus SAP überholen. „Im Geschäftsjahr 2015 wollen wir in Europa rund 500 neue Stellen schaffen“, sagte Salesforce-Präsident Keith Block im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Deutschland sei bei den Investitionen besonders wichtig: „Wir bauen unsere Niederlassung in München aus, haben gerade ein zusätzliches Büro in Berlin eröffnet und stellen Mitarbeiter ein“.

Nach Blocks Ansicht mache SAP noch immer das Gros des Umsatzes mit traditioneller Software. Dagegen setze Salesforce sein Knowhow als weltgrößtes Cloud-Softwareunternehmen: „Wir treiben die Bugwelle im Markt. Ein Unternehmen, das sein Geschäft ausweitet oder neu organisiert, baut nicht mehr eigene Datencenter aus, sondern setzt auf die Cloud.“ Deshalb wachse Salesforce jährlich um mehr als 30 Prozent.

Die bestehende Partnerschaft mit der Deutschen Telekom will Salesforce nutzen, um auf diesem Wege Angebote für den Mittelstand im deutschsprachigen Raum zu vertreiben. Zudem soll in Kooperation mit dem Bonner Konzern ein Rechenzentrum in Deutschland entstehen, das voraussichtlich 2015 in Betrieb geht, unterstrich Block. Nach den Snowden-Enthüllungen könnten Kunden dann entscheiden, wo ihre Daten gespeichert würden.

Mit einem Jahresumsatz von rund drei Milliarden US-Dollar gilt Salesforce als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen weltweit.

Der Konzern stellt seinen Kunden in der Cloud Anwendungen bereit, Nutzer sparen damit Anschaffungs- und Betriebskosten für die Programme.

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