Unternehmensumbau
Jenoptik verkauft M+W Zander

Nach mehreren gescheiterten Anläufen hat der ostdeutsche Technologiekonzern Jenoptik nun doch noch den Durchbruch beim angestrebten Unternehmensumbau geschafft.

HB BERLIN. Die Anlagenbau-Tochter M+W Zander werde an den Finanzinvestor Springwater verkauft, teilte der Konzern am Montag mit. Jenoptik trennt sich damit von zwei Dritteln des Umsatzes sowie seiner rund 9000 Mitarbeiter. Ab 2006 konzentriert sich das Unternehmen auf den Ausbau seiner kleinen, aber profitablen Sparte Photonics, die in den Bereichen Laser, Blitzgeräte und Militärtechnik tätig ist.

Im Rahmen des Verkaufs fließt an Jenoptik ein niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Betrag, wie das Unternehmen mitteilte. Unter anderem wegen der Veräußerungskosten werde der Konzern allerdings in diesem Jahr nach Steuern einen Verlust ausweisen. Eine konkrete Prognose zum Betriebsergebnis von Jenoptik sei wegen des Verkaufs noch nicht möglich. Ursprünglich wollte der Konzern in diesem Jahr operativ zwischen 60 und 70 Mill. Euro verdienen.

Vorstandschef Alexander von Witzleben sprach von einer vernünftigen Lösung für alle Beteiligten. Allerdings gebe es für die Mitarbeiter bei dem Verkauf keine Arbeitsplatzgarantien, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Durch die Veräußerung könne Jenoptik seine Verschuldung drastisch reduzieren.

Der von M+W Zander betriebene Bau von Fabriken für die Halbleiter- und Flachbildschirmindustrie verlangt hohe Investitionen und ist deutlich ertragsschwächer als Photonics. Der in der Tochter zusammengefasste Anlagenbau sowie das Gebäudemanagement sollten dieses Jahr einen Umsatz von bis zu 1,7 Mrd. Euro erzielen. Für Photonics wird mit knapp 400 Mill. Euro gerechnet.

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