Unüberbrückbare Differenzen
Infineon kappt Zahlungen an Ex-Vorstand

Der Münchener Chipkonzern Infineon hat die Gehaltszahlungen an seinen Finanzvorstand Rüdiger Günther eingestellt. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, wird Infineon ab sofort keinerlei Zahlungen mehr leisten. Doch Günther leistet Widerstand.

HB DÜSSELDORF. Das Unternehmen hatte den Finanzvorstand am 6. August nach nur dreimonatiger Amtszeit entlassen. Als Grund wurden unüberbrückbare Differenzen zwischen ihm und dem Unternehmen angegeben. Günther prüft nun rechtliche Schritte. Nach Handelsblatt-Informationen hatte sein Vertrag eine Laufzeit von fünf Jahren.

Günther hatte Unternehmenskreisen zufolge massive Eingewöhnungsschwierigkeiten nach seinem Wechsel vom Landmaschinenhersteller Claas zu dem Chipkonzern. Der Manager habe keinen hinreichenden Zugang zum Halbleitergeschäft gefunden, hieß es. Zuletzt stellten sich auch die Vorstandskollegen gegen ihn.

Vorgänger Peter Fischl kehrte aus dem Ruhestand auf seinen alten Posten zurück. Fischl war seit der Gründung von Infineon im Jahr 1999 Finanzvorstand. Zuvor arbeitete er bei Siemens, dem Konzern, aus dem Infineon hervorgegangen ist. Fischl soll das Ressort vorübergehend führen, bis ein Nachfolger gefunden ist.

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