Urheberrechte an Programmcodes
SCO-Teilerfolg im Linux-Lizenz-Poker

Im Poker um umstrittene Patentrechte am freien Betriebssystem Linux hat die Softwarefirma SCO angeblich einen weiteren Erfolg verbucht.

HB/dpa LINDON. Ein Unternehmen aus der Reihe der 500 weltweit größten Firmen (Fortune 500) habe einen Lizenzvertrag zur Nutzung von Linux unterzeichnet, teilte SCO am Montag (Ortszeit) in Lindon (US-Bundesstaat Utah) mit. Um welches Unternehmen es sich handelt, wollte SCO jedoch nicht bekannt geben.

Der jüngste Lizenznehmer erkenne SCOs Urheberrechte an den in Linux gefundenen Programmcodes an, sagte SCO-Manager Chris Sontag. „Wir erwarten, dass dies eine von vielen Lizenzen sein wird, die SCOs Urheberrechte abgelten.“ In der vergangenen Woche hatte SCO erstmals Lizenzpreise für die Nutzung von bestimmten Linux- Versionen bekannt gegeben. Mehr als 300 Unternehmen hätten allein in den folgenden vier Arbeitstagen wegen möglicher Lizenznahmen bei der Softwarefirma angefragt, sagte SCO-Manager Chris Sontag.

Der Streit um mögliche Urheberrechte an Programmcodes von Linux hat inzwischen für viel Verwirrung und Unsicherheit bei Linux-Nutzern und -Entwicklern gesorgt. SCO hatte im März den Computerkonzern IBM wegen angeblicher Patentverletzungen auf Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde US-Dollar verklagt. In der Klage beschuldigt SCO das Unternehmen, nicht lizenzierte Programmteile aus dem Betriebssystem Unix in der Weiterentwicklung von Linux verwendet zu haben. IBM bestreitet die Rechtmäßigkeit der Forderungen und reichte eine Gegenklage ein.

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