Urteil
Telekom muss an T-Online-Aktionäre zahlen

Das könnte teuer werden: Die Deutsche Telekom muss eine millionenschwere Nachzahlung an frühere Aktionäre ihrer Online-Tochter T-Online leisten. Das ist aber noch nicht das Ende dieses für die Telekom unangenehmen Themas.

HB FRANKFURT. Das Landgericht Frankfurt verpflichtete den Konzern am Freitag zu einer Zahlung von 1,15 Euro für jede der 120 Mio. eingesammelten T-Online-Aktien zuzüglich Zinsen. Gegen den Beschluss kann Beschwerde eingelegt werden.

Die Telekom hatte das Unternehmen 2006 von der Börse genommen und den verbliebenen Anteilseignern für jede T-Online-Aktie 0,52 Telekom-Aktien gegeben. Dagegen hatten Aktionäre geklagt, die sich übervorteilt fühlten.

T-Online war im Jahr 2000 als eigenständige Aktiengesellschaft an die Börse gebracht und 2005 gegen den Willen vieler Anleger wieder mit dem Mutterkonzern verschmolzen worden. Die Mehrheitseigentümerin Telekom hatte den Aktionären zunächst freiwillig bis zum Februar 2005 pro T-Online-Aktie 8,99 Euro angeboten, ziemlich exakt ein Drittel des ersten Ausgabepreises der Aktie von 27 Euro aus dem April 2000.

Mit dem Verschmelzungsvertrag beider Unternehmen wurde schließlich am 8. März 2005 ein exaktes Umtauschverhältnis der Aktien festgelegt, gegen das sich mehr als 300 Aktionäre juristisch zur Wehr gesetzt haben. Für eine T-Online-Aktie gab es 0,52 Papiere der Muttergesellschaft, was zu damaligen Kursen einen Wert von 8,22 Euro darstellte. Grundlage waren Gutachten zum Unternehmenswert beider Aktiengesellschaften.

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