US-Buchhändler
Barnes & Noble-Chef Lynch gibt auf

William Lynch zieht die Reißleine. Der Chef des US-Buchhändlers tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurück. Lynch wird für die hohen Verluste der eigenen Tablet-Entwicklung verantwortlich gemacht.
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New YorkZwei Wochen nachdem der US-Buchhändler Barnes & Noble seine katastrophalen Zahlen vorgelegt hat zieht William Lynch Konsequenzen. Der Vorstandschef tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Vor allem die Produktion eines eigenen Tablets hat dem Medienkonzern hohe Verlust beschert – Lynch war ein großer Verfechter des Projekts. Ende Juni gab Barnes & Noble bekannt, die Nook-Tablets nicht mehr selbst zu bauen.

Im abgelaufenen Fiskaljahr (per 27. April) hatte Barnes & Noble nach eigenen Angaben 475 Millionen Dollar mit dem Nook verloren. Es gab mehrere Preissenkungen, und der Konzern akzeptierte Rückgaben von Händlern, die auf den Geräten sitzen blieben.

Für das vierte Quartal wies der Buchhändler einen unerwartet deutlichen Umsatzrückgang von 7,4 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar aus. Unter dem Strich stand ein Verlust von knapp 120 Millionen Dollar. Nach Bekanntgabe der Zahlen brachen die Aktien von Barnes & Noble um fast 20 Prozent ein. Auch am Dienstag verlort das Papier im Frankfurter Handel zwischenzeitlich fast fünf Prozent.

Durch den Abgang des Firmenlenkers steht nun erneut die Frage im Raum, wie es mit Barnes & Noble weitergeht. Gründer und Verwaltungsratschef Leonard Riggio wollte zwischenzeitlich das althergebrachte Filialgeschäft zurückkaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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