US-Chipkonzern
Micron glaubt nicht an Offerte aus China

Ein angebliches Angebot der chinesischen Tsinghua Unigroup für Micron hat sich zerschlagen. Der den US-Chiphersteller ist der letzte Hersteller sogenannter DRAM-Chips. Bislang gibt es von keiner Seite eine Stellungnahme.
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New YorkDer US-Chipkonzern Micron räumt Insidern zufolge den milliardenschweren Übernahmeplänen aus China keine Erfolgsaussichten ein. Das Unternehmen habe die von der Regierung in Peking gestützte Tsinghua Unigroup darauf aufmerksam gemacht, dass die US-Behörden den Verkauf aus Sicherheitsgründen ohnehin blockieren dürften, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen am Montag.

Micron ziehe das Übernahmevorhaben nicht ernsthaft in Erwägung und habe deswegen auch noch offiziell keine Investmentbank als Beraterin beauftragt. Die beteiligten Unternehmen lehnten Stellungnahmen ab.

Tsinghua will 23 Milliarden Dollar bieten, hat Insidern zufolge bisher aber noch kein offizielles Angebot eingereicht. Micron mit Sitz in Idaho ist in den USA der letzte große Hersteller sogenannter DRAM-Chips, die in PCs laufen.

In China würde die Übernahme die Position von Tsinghua als Vorreiter der Technologie-Branche stärken. In der Welt-Liga der Chip-Hersteller spielt China bisher nicht mit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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