US-Elektronikwerk übernommen
Siemens VDO greift bei Daimler-Chrysler zu

Der zum Siemens-Konzern gehörende Autozulieferer Siemens VDO Automotive hat von Daimler-Chrysler ein Elektronikwerk in den USA mit einem Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar übernommen. Damit stärkt sich VDO auf dem wichtigen amerikanischen Markt.

HB MÜNCHEN. Den Kaufpreis für das Chrysler-Elektronikwerk in Huntsville (US-Bundesstaat Alabama) nannte ein Siemens-Sprecher am Montag in München nicht. In Branchenkreisen hieß es, der kapitalstarke Konzern werde den Zukauf aber aus seinen für solche Zwecke angesparten Liquiditätsreserven bestreiten können.

Durch die Übernahme des Werkes mit rund einer Milliarde Dollar Jahresumsatz könne Siemens VDO seinen Umsatz in der nordamerikanischen Freihandelszone Nafta um etwa die Hälfte auf rund 2,4 Mrd. € steigern, sagte der Sprecher. „Mit der Übernahme von Huntsville werden wir das Geschäft von Siemens VDO Automotive im Nafta-Raum deutlich stärken“, erklärte VDO-Chef Wolfgang Dehen.

Der Verkäufer, die Daimler-Chrysler-Tochter Chrysler, folgt damit ihrer Strategie, sich zur Kostensenkung von konzerneigenen Zulieferwerken zu trennen. „Der Verkauf ermöglicht uns eine weitere Konzentration auf unsere Kernaufgabe“, erklärte Chrysler-Chef Dieter Zetsche in einer Mitteilung.

Siemens hat wiederholt erklärt, an Zukäufen zur Ergänzung seiner einzelnen Geschäftsaktivitäten interessiert zu sein. Siemens VDO, ein Autozulieferer mit zuletzt 8,3 Mrd. € Jahresumsatz, baut unter anderem Einspritzanlagen und Informationssysteme für Autos.

Die Siemens-Aktie wurde am Nachmittag in einem freundlichen Markt 1,6 % höher mit 65,55 € gehandelt, Daimler-Chrysler stiegen um 0,8 % auf 36,90 €.

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