US-Fabrik geschlossen
Motorolas USA-Experiment offiziell gefloppt

Am amerikanischsten aller Tage, dem vierten Juli, hatte Google-Tochter Motorola mit viel Pomp das erste „in den USA hergestellte“ Smartphone angekündigt. Nicht mal ein Jahr später wird das Projekt begraben.
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New YorkDer Handy-Pionier Motorola schließt seine mit viel Pomp eröffnete US-Fabrik in Texas nach einem Jahr. „Wir haben festgestellt, dass der nordamerikanische Markt außerordentlich hart ist“, sagte Motorola-Manager Rick Osterloh dem „Wall Street Journal“ am Freitag. Das Werk beschäftigt demnach noch rund 700 Mitarbeiter.

Motorola gehört derzeit noch zu Google und wird gerade an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo verkauft. Die Entscheidung, das Werk in Texas zu schließen, sei unabhängig davon getroffen worden, sagte Osterloh.

Die Fabrik war von Motorola und Google vor einem Jahr als ein Leuchtturm-Projekt zur Rückkehr nach Asien abgewanderter Elektronik-Produktion in die USA gefeiert worden.
In dem früheren Nokia-Werk in Fort Worth wird das Smartphone Moto X montiert, das Kunden mit der Möglichkeit einer individuellen Anpassung zum Beispiel durch unterschiedliche Gehäuse-Rückseiten überzeugen sollte.

Zu wenige wollten ein „Moto X“

Es verkaufte sich jedoch nicht so gut wie gedacht, so dass sich die Montage in den USA nicht rentierte, räumte der für die Produktionskette zuständige Motorola-Manager Mark Randall ein.

Auf dem Höhepunkt Ende 2013 hätten in dem Werk rund 3800 Menschen gearbeitet, hieß es. Es solle zum Jahresende schließen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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