US-Hedgefonds Elliott
Heuschrecke stört Epcos-Übernahme

Der US-Hedgefonds Elliott ist überraschend beim Elektronikbauteile-Hersteller Epcos eingestiegen, für den derzeit die japanische TDK bietet. Elliott, verschiedenen Töchtern und dem Elliott-Gründer Paul Singer seien 5,19 Prozent an Epcos zuzurechnen, teilte das Münchener Unternehmen am Dienstag mit. Die Absichten der Amerikaner seien nicht bekannt.

HB MÜNCHEN. Epcos habe keinen Kontakt zu dem Investor, sagte eine Sprecherin. Die Positionen sind den Angaben zufolge Ende August und Anfang September aufgebaut worden. TDK verfolge die Übernahme von Epcos nach Plan weiter, erklärte ein Sprecher der Asiaten. Elliott war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

TDK bietet den Epcos-Aktionären noch bis zum 7. Oktober 17,85 Euro je Anteilsschein. Bis 5. September hatten die Japaner sich 29 Prozent gesichert und ihr Angebot an die Bedingung geknüpft, mindestens 56 Prozent der Anteile zu kontrollieren.

Elliott gilt als aggressiver Investor und war zuletzt im Frühjahr mit einer feindlichen Übernahme der US-Funktechnikfirma Packeteer gescheitert. In Deutschland hatte Elliott die Übernahme der Messtechnikfirma Techem durch die australische Bank Macquarie gestört sowie vor gut fünf Jahren bei der Übernahme von Wella durch Procter & Gamble Widerstand geleistet und damit letztlich einen höheren Preis für die Vorzugsaktien durchgesetzt.

Der Schweizer Arbeitsvermittler Adecco verpasste bei seiner Übernahme der Düsseldorfer DIS wegen Elliott die für den Squeeze-Out notwendige Schwelle von 95 Prozent. TDK hatte allerdings angekündigt, Epcos auch nach der Übernahme an der Börse zu belassen. Die Japaner haben sich lose einen Anteil von drei Vierteln als Beteiligungsziel vorgenommen.

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