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US-Justizminister denken über weitere Klage gegen Microsoft nach

ap WASHINGTON. Die Justizminister mehrerer US-Staaten denken derzeit über ein weiteres Verfahren gegen den Softwarekonzern Microsoft nach. Sie seien besorgt über die möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit der bevorstehenden Einführung des Betriebssystem Windows XP und anderer Produkte von Microsoft, erklärten die Justizminister von Iowa und Connecticut, Tom Miller und Richard Blumenthal, am Mittwoch. Entschieden sei in dieser Hinsicht aber noch nichts.

Miller und Blumenthal betonten, die Justizminister konzentrierten sich auf den derzeit in der Berufung befindlichen Kartellrechtsprozess gegen Microsoft. In erster Instanz hatte Bundesrichter Thomas Penfield Jackson im vergangenen Jahr entschieden, dass Microsoft in unfairer und den Wettbewerb behindernder Weise sein Internet-Programm Internet Explorer in das Betriebssystem Windows integriert habe. Er ordnete deshalb die Zerschlagung des Unternehmens in zwei Firmen an. Mit einem Urteil im Berufungsverfahren wird in nächster Zeit gerechnet.

Miller und Blumenthal erklärten, die Justizminister der US-Staaten würden an dem Verfahren ungeachtet der Haltung des US-Justizministeriums festhalten. Wie dieses sich weiter verhält, ist nach dem Wechsel im Präsidentenamt nicht klar. Der republikanische Präsident George W. Bush hat erklärt, er halte generell nicht viel von solchen Prozessen. Blumenthal sagte, das US-Justizministerium sei sicher ein wichtiger Partner. Der Prozess könne aber auch ohne es fortgesetzt werden. "Wir sind entschlossen, diesen Fall voranzutreiben."

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AP/114/gü/ww 211010 jun 01

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