US-Konzern hofft auf Milliardengeschäft
Intel forciert Geschäft mit Unterhaltungselektronik

Der weltgrößte Chipkonzern Intel drängt mit Macht in ein neues Geschäftsfeld. Intel-Chef Paul Otellini kündigte am Mittwoch den groß angelegten Einstieg in die Unterhaltungselektronik an.

jojo MÜNCHEN. Unter dem Markennamen „Viiv“ (gesprochen „Weif“) bringt das US-Unternehmen im kommenden Frühjahr ein System auf den Markt, mit dem sich das Fernsehen mit Computer-Funktionen verbinden lässt.

Intel will „Viiv“ mit einer mehrere hundert Millionen Dollar teuren Werbekampagne rund um den Globus populär machen. Vorbild für die Markteinführung ist das Notebook-System „Centrino“, mit dem Intel vor zwei Jahren erstmals eine ganze Plattform statt wie zuvor einzelne Chips anbot. Seither baut Intel „Centrino“ mit großem finanziellem Aufwand weltweit als Marke auf und erzielt damit Umsätze in einstelliger Milliardenhöhe.

„Viiv“ ist eine Verbindung aus Chips und Software und soll als Paket in Multimedia-PCs eingebaut werden. Diese PCs können nach Angaben von Intel eine ganze Reihe von Geräten der Unterhaltungselektronik ersetzen. So lasse sich bequem mit der Fernbedienung fernsehen, im Internet surfen oder ließen sich Filme und Musikstücke aus dem Netz herunterladen. Zudem könnten mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigt werden. Die mit „Viiv“ ausgestatteten Rechner lassen sich auch an herkömmliche Fernseher und Stereoanlagen anschließen. Das bei herkömmlichen PCs bislang übliche zeitaufwendige Herauf- und Runterfahren soll entfallen.

Intel erwartet sich von dem Vorstoß große zusätzliche Umsätze, wagte aber keine exakte Prognose. Bislang verkauft das Unternehmen seine Chips vor allem für Büroanwendungen, Handys oder Großrechner. In der Unterhaltungselektronik taten sich die Kalifornier schwer.

„Unsere größte Herausforderung ist es, das System so einfach zu machen, dass es jeder problemlos nutzen kann“, sagte gestern Herbert Weber, der für das Europa-Geschäft zuständige Intel-Manager dem Handelsblatt. Intels Ziel ist es, dass die Konsumenten das Multimedia-Angebot genauso einfach nutzen können wie bislang ihren Fernseher.

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