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US-Medienkonzern: Malone fordert Konsolidierung im deutschen Kabelmarkt

exklusiv Über seinen Konzern Liberty Global beherrscht John Malone gleich zwei deutsche Kabelnetzbetreiber – und er will noch wachsen. Daher fordert er von der Politik, weitere Zusammenschlüsse in der Branche zuzulassen.

Der deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia gehört zum US-Medienkonzern Liberty Global von John Malone. Quelle: dpa
Der deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia gehört zum US-Medienkonzern Liberty Global von John Malone. Quelle: dpa

DüsseldorfDer Medienmanager John Malone fordert von der deutschen Politik, eine weitere Konsolidierung im Kabelmarkt zuzulassen. „Im Vergleich zur Deutschen Telekom sind wir Winzlinge. Wir wollen weiter wachsen und bundesweit präsent sein. Nur so sind wir in der Lage, auch entsprechende Fernsehprogramme anzubieten“, sagte der Chairman des Kabelkonzerns Liberty Global im Interview mit dem Handelsblatt. Dem börsennotierten Unternehmen gehören in Deutschland die Kabelnetzbetreiber Unitymedia und Kabel BW.

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Malone ist unterdessen optimistisch, in Berlin auf offene Ohren zu stoßen. „Wir sprechen bereits seit Jahren mit den politisch Verantwortlichen, um sie davon zu überzeugen, dass wir faire Marktchancen erhalten sollten. Immer mehr Politiker erkennen, dass dies eine verbesserte Infrastruktur fördert“, sagte der amerikanische Kabel- und Medienunternehmer.

Das Liberty-Imperium

Umsatz und Nettoergebnis

in Mrd. US-Dollar


Malone kaufte 2011 Kabel Baden-Württemberg für knapp 3,2 Milliarden Euro, zwei Jahre zuvor hatte er für 3,5 Milliarden Euro den Kabelkonzern Unitymedia übernommen. 2002 wollte Malone das Kabelnetz von der Deutschen Telekom übernehmen. Er scheiterte jedoch an Politik und Kartellbehörden. Der Kabelkonzern Liberty Global erwirtschaftet in 13 Ländern (elf in Europa) einen Umsatz von zuletzt 10,1 Milliarden Dollar, versorgt knapp 34 Millionen Haushalte mit Fernsehen und Internet.

Der Medienunternehmer gibt sich für den deutschen Markt selbstbewusst: „Auch wenn es auf der letzten Meile zu den Haushalten Tausende kleine Netzbetreiber gibt, im Grunde beherrschen den deutschen Kabelmarkt zwei Unternehmen: wir und Kabel Deutschland.“ Er kündigte an künftig verstärkt auf eine Zusammenarbeit mit den Konkurrenten im Kabelgeschäft zu setzen.

Die Sendung mit den Mäusen Wofür ARD und ZDF Gebühren-Milliarden verprassen

  • Die Sendung mit den Mäusen: Wofür ARD und ZDF Gebühren-Milliarden verprassen
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„Unsere Hauptkonkurrenten sind die Telekom-Anbieter. Durch eine Zusammenarbeit mit Kabel Deutschland könnten wir unsere Effizienz steigern, technische Innovationen einführen und eigene Fernsehprogramme veranstalten, wie wir das bereits in den USA vor 20, 30 Jahren gemacht haben“, sagte er dem Handelsblatt.

Malone, der in den vergangenen vier Jahren zehn Milliarden Euro in das Kabelgeschäft investiert hat, ist mit seinen Investments zufrieden. „Das Kabelgeschäft in Deutschland ist effizient und profitabel. Wir gewinnen weiter Marktanteile und werden nun die letzten technischen Innovationen wie zum Beispiel unsere Multimedia-Plattform Horizon in den Markt bringen, um weiterzuwachsen.“

TV-Sender

Bei Horizon handelt es sich um eine Plattform, die Fernseher, Computer, Tablet-PC und Handy vernetzt, damit der Kunde kann überall Fernsehprogramme, Filme und Musik herunterladen kann. Malone kündigt an, Horizon Ende des Jahres in der Schweiz und im ersten Halbjahr 2013 in Deutschland einzuführen.

Das komplette Interview mit John Malone lesen Sie im Handelsblatt E-Paper.

  • 18.10.2012, 11:10 UhrMiCie

    Die Qualität lässt hier wirklich immer mehr nach. Gibt es gar keine Korrekturrunden mehr? Was soll mir denn bitte das o.a. Schaubild sagen?? Schade, schade...

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