US-Medienkonzern
Time Warner profitiert von Kabelsendern

Time Warner hat im vierten Quartal 2012 zwei Gesichter gezeigt. Auf der einen Seite standen Umsatzsteigerungen in der TV-Sparte. Andererseits gingen die Erlöse im Verlags- und Kinofilmgeschäft zurück.
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New YorkDer US-Medienkonzern Time Warner ist immer stärker von seinen Kabelsendern abhängig. Während die TV-Sparte mit den Sendern CNN, TNT und HBO und Erfolgsserien wie „Game of Thrones" und „Boardwalk Empire" im vierten Quartal erneut den Umsatz steigern konnte, gingen die Erlöse im Verlagsgeschäft und dem Kinofilmsegment Warner Bros zurück. Damit fiel der Gesamtumsatz um 0,4 Prozent auf 8,16 Milliarden Dollar, wie Time Warner am Mittwoch mitteilte.

Dank Einsparungen und Restrukturierungen blieb jedoch mehr Gewinn übrig. Er stieg überraschend stark um 50 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar. Dies kam bei Anlegern des Walt-Disney-Konkurrenten gut an. Vorbörslich gewann die Aktie fünf Prozent.

Zu dem Kursplus trug auch ein angekündigter Aktienrückkauf im Umfang von vier Milliarden Dollar sowie die Anhebung der Dividende um elf Prozent bei.

Time Warner hat es sich zum Ziel gesetzt, stärker in Inhalte zu investieren und diese auch digitalisiert anzubieten. Zudem will der Konzern trotz Kostenbremse international expandieren. Neben den Kabelsendern und den Warner-Bros-Filmstudios gehören unter anderem das „Time Magazine" und „Sports Illustrated" zu Time Warner.

Kinoerfolge feierte das Unternehmen zuletzt mit dem Batman-Film „The Dark Knight Rises", dem ersten Teil aus der „Hobbit"-Trilogie und dem Agenten-Thriller „Argo". Trotzdem sank der Umsatz der Sparte um vier Prozent. Seit der Übernahme von Lucasfilm macht Walt Disney Time Warner in diesem Bereich noch stärker Konkurrenz.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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