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US-Mobilfunkanbieter: Neues iPhone bringt Sprint Nextel unter Druck

Im Kampf gegen sinkende Kundenzahlen setzt der US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel voll auf das neue iPhone von Apple. Dafür zahlt das Unternehmen einen hohen Preis.

Dan Hesse, CEO von Sprint Nextel. Quelle: Reuters
Dan Hesse, CEO von Sprint Nextel. Quelle: Reuters

New YorkDer US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel braucht in den nächsten Jahren rund sieben Milliarden Dollar, um einen Liquiditätsengpass wegen des Vertriebs von Apples neuem iPhone 4S abzufedern. Es gehe darum, Kreditlinien über vier Milliarden Dollar zu strecken und bis zu drei Milliarden Dollar - vor allem über Lieferantenkredite - aufzutreiben, sagte Konzernchef Dan Hesse am Mittwoch zu Reuters.

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Der Vertrieb des iPhones sei zwar „teuer, aber jeden Penny wert“. In den nächsten vier Jahren sei mit Kosten von rund 15 Milliarden Dollar (knapp elf Milliarden Euro) zu rechnen. In der gleichen Zeit werde das iPhone für Sprint wohl einen zusätzlichen Wert von sieben bis acht Milliarden Dollar bringen.

Sprint verkauft das neue iPhone seit rund zwei Wochen und zahlt Apple 40 Prozent höhere Lizenz-Abgaben - oder 200 Dollar mehr pro Stück - als für andere Telefone. Der Konzern hält die Extrakosten allerdings für lohnenswert, da er sich neue Kunden davon verspricht.

Die Nummer drei auf dem US-Markt kämpft seit Jahren gegen sinkende Kundenzahlen und verlor im dritten Quartal 44.000 Kunden und damit rund viermal so viel wie von Experten erwartet. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet der Konzern aber netto mit einem Kundenplus.

Sprint Nextel fuhr zwischen Juli und September zwar 301 Millionen Dollar Verlust ein, Analysten hatte aber mit mehr als dem Doppelten gerechnet. Vor Jahresfrist gab es noch ein Minus von 911 Millionen Dollar. Die Aktie brach mehr als elf Prozent ein.

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