US-Mobilfunker
Verizon findet kein Rezept gegen T-Mobile

Verizon hat mit rückläufigen Kundenzahlen zu kämpfen. Insbesondere der Rivale T-Mobile konnte dem US-Mobilfunkriesen wie schon in der Vergangenheit erneut zahlreiche Kunden abluchsen.
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New YorkDer US-Mobilfunkriese Verizon kämpft wegen des Kundenexodus an kleinere Rivalen wie T-Mobile US mit einem Gewinneinbruch. Der Überschuss fiel im ersten Quartal um ein Fünftel auf 3,45 Milliarden Dollar, wie das New Yorker Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Grund dafür: Die Zahl der Handynutzer mit Vertrag sank um 307.000.

Analysten hatten mit einem Schwund von lediglich 222.000 der für den Konzern besonders wichtigen Abonnenten gerechnet. „Verzion verfehlte jede wichtige Kundenzahl deutlich und hat im Mobilfunkgeschäft derzeit ausgeprägte Wachstumsprobleme“, sagte Telekom-Experte Craig Moffett vom Analystenhaus Moffett Nathanson. Die Verizon-Aktien fielen kurz nach US-Börseneröffnung um gut zwei Prozent.

Der Trend ist dabei nicht neu: Der mit knapp 114 Millionen Handy-Telefonierern zweitgrößte Mobilfunkkonzern der USA gibt seit Jahren Nutzer an Rivalen ab. Davon profitiert vor allem die Telekom-Tochter T-Mobile US, die mit Tarifsenkungen und Milliarden-Investitionen in den Netzausbau derzeit die Oberhand hat. Um dem Herausforderer Paroli zu bieten, führte Verizon im Februar ebenfalls Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen ein. Seitdem ergriffen auch die Kunden nicht mehr die Flucht, doch habe der Effekt noch nicht gereicht, um die Zahlen im Jahresauftaktquartal durchschlagend zu verbessern.

Der US-Markt steht vor dem Umbruch. Vorige Woche ging nach einem Jahr eine Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen mit Geboten von 20 Milliarden Dollar zu Ende. Experten erwarten nun bald den Start einer Übernahmewelle. T-Mobile US steht dabei wegen des anhaltenden Geschäftserfolgs im Mittelpunkt. Als wahrscheinlich gilt eine Zusammengehen mit dem abgeschlagenen Markt-Vierten Sprint. Verizon verstärkt sich derweil durch den Kauf des früheren Internet-Riesen Yahoo für 4,5 Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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