US-Mobilfunkkonzern
Sprint rutscht tief in die roten Zahlen

Trotz steigender Umsätze ist der US-Mobilfunkanbieter im zweiten Quartal tiefer in die roten Zahlen abgerutscht. Das Unternehmen laboriert vor allem an der Abwicklung seiner Nextel-Tochter.
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New YorkDer US-Mobilfunkanbieter Sprint ist im zweiten Quartal trotz steigender Umsätze tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Dem kürzlich mehrheitlich an den japanischen Telekomkonzern Softbank verkauften Unternehmen kam die Abwicklung seiner Nextel-Tochter teuer zu stehen. Der Nettoverlust belief sich auf 1,6 Milliarden Dollar nach 1,4 Milliarden ein Jahr zuvor, wie die Nummer drei des US-Mobilfunkmarktes am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg auf 8,87 Milliarden Euro nach 8,84 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Sprint profitierte davon, dass die Kunden mehr Geld für Angebote wie mobiles Internet ausgaben.

Die Zahl seiner Kunden konnte Sprint allerdings nur dadurch um 194.000 steigern, weil das Unternehmen 364.000 Nutzer seiner eingestellten Nextel-Marke übernahm. Andernfalls hätte es einen Rückgang hinnehmen müssen. Damit steht Sprint deutlich schlechter da als die Konkurrenz: Verizon meldete im abgelaufenen Quartal mehr als 940.000 neue Kunden, AT&T mehr als 550.000. Sprint ringt seit Jahren darum, zu den größeren Konkurrenten aufzuschließen. Analysten erhoffen sich dabei künftig mehr Schlagkraft, wenn Softbank-Chef Masayoshi Son die Richtung vorgibt. Softbank hatte unlängst 78 Prozent von Sprint übernommen.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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