US-Netzwerkausrüster
Cisco-Ergebnisse besser als erwartet

Der US-Netzwerkausrüster kommt langsam wieder auf die Beine: Ein besonders verlässlicher Kunde blieb dem Technologieunternehmen auch in der Krise treu.
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BostonDer einstige Technologievorreiter Cisco Systems kommt dank Radikalumbau und Rotstift langsam wieder auf die Beine: Der US-Netzwerkausrüster verdiente zwar im abgelaufenen vierten Quartal mehr als ein Drittel weniger.

Der Umsatz stieg aber um fast vier Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Auch für das laufende, erste Quartal ist Cisco zuversichtlich und stellt zur Begeisterung der Anleger weiteres Wachstum in Aussicht.

In Frankfurt legten Cisco-Aktien knapp 13 Prozent zu. Cisco-Chef John Chambers sagte, er sehe allmählich Verbesserungen im Geschäft. Im Frühjahr hatte der langjährige Firmenlenker schwere Versäumnisse im Management eingeräumt. Cisco sei vom richtigen Weg abgekommen, stellte er damals fest. Seitdem hat er ein Sparprogramm im Volumen von einer Milliarde Dollar aufgelegt sowie einen massiven Stellenabbau in Angriff genommen.

Cisco hat 2011 bislang rund ein Drittel an Marktwert eingebüßt. Investoren straften die Firma für schleppendes Wachstum und die Folgen des harten Wettbewerbs durch aggressive Rivalen wie Juniper Networks ab. Cisco macht zudem rund ein Fünftel seines Umsatzes mit Regierungsaufträgen. Es war deshalb auch befürchtet worden, dass der Sparzwang in Washington dem strauchelnden Riesen zusätzlich zusetzen würde. Die Nachfrage von den Regierungen sowie Firmen hielt sich aber offenbar vergleichsweise robust - die öffentliche Hand erwies sich als ein treuer Kunde des Technologieunternehmens.

Der Umsatz stieg den Angaben nach um 3,7 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von rund 1,2 Milliarden Dollar, ein Minus von 36 Prozent. Konkurrenten wie Juniper und Brocade Communications Systems hatten in den zurückliegenden Wochen ihre Jahresziele wegen der verschlechterten wirtschaftlichen Aussichten gekappt. Experten hatten daher bei Cisco Schlimmeres befürchtet. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen ein Umsatzplus zwischen einem und vier Prozent. Analysten sagten, Cisco habe mit dem Quartalsbericht die reduzierten Erwartungen der Analysten übertroffen. „Und die Ziele waren im Rahmen - das ist viel besser als erwartet“, sagte Shaw Wu, Analyst bei Sterne Agee.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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