US-Quartalszahlen
Optimismus in der Hightech-Welt

In den USA rollt die Welle von Ergebnissen für das dritte Quartal 2007 an. Für Hightechfirmen ist der Sommer historisch eine eher schwache Periode, in der die Branche Anlauf für die wichtige Weihnachtssaison nimmt. Dennoch erwarten Analysten, dass US-Technologiekonzerne auch für das abgelaufene Quartal durchweg solide Zahlen vermelden werden.

PORTLAND. Firmen nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und in Ländern wie China und Indien hätten weiter kräftig in die Aufwertung ihrer Informationstechnologie investiert, heißt es. Die Wachstumstrends bei Werbung und Einkäufen im Internet seien weiter robust, und schließlich profitiere die stark im Ausland engagierte Branche vom schwachen Dollar.

Die Erwartung solider, aber nicht spektakulärer Ergebnisse spiegelt sich in der Entwicklung der Kurse wider. Mit Ausnahme des führenden Internethändlers Amazon, dessen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) mit 123 einsam an der Spitze steht, kann von Euphorie keine Rede sein. Dabei werden die großen Internetwerte Google, Yahoo, Amazon und Ebay mit ihren höheren Wachstumsraten deutlich besser bewertet als die Hightech-Großväter Intel, Microsoft, Hewlett-Packard und Dell.

Die Google-Aktie erreichte einen neuen Rekordstand von über 600 Dollar. Das Unternehmen gewinnt weiter Marktanteile bei der Internetsuche und versteht es besser als alle anderen, mit suchgebundener Werbung Geld zu verdienen. Der hohe Anteil an Auslandserlösen dürfte ebenfalls zu Buche schlagen. Analysten rechnen für das dritte Quartal 2007 im Schnitt mit einem Umsatzwachstum um 56 Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar und einem Reingewinn pro Aktie von 3,75 Dollar, gegenüber 2,62 Dollar ein Jahr zuvor. Trotz des hohen Aktienkurses ist Googles KGV mit 50 deutlich niedriger als das von Amazon. Analysten haben ihr Kursziel für Google zum Teil auf mehr als 700 Dollar angehoben.

Der Kurs des von Amazon hat sich seit Mai mehr als verdoppelt. Analysten verweisen auf höhere Kundenzahlen, wachsende Auslandserlöse, technische Verbesserungen nach hohen Investitionen in den Vorjahren und steigende Provisionseinnahmen von Dritten, die ihre Waren über die Amazon-Plattform im Internet anbieten. Nach einem enttäuschenden Gewinn von fünf Cent pro Aktie im dritten Quartal 2006 erwarten die Marktbeobachter in diesem Jahr im Schnitt 18 Cent. Sie rechnen gleichzeitig mit einem Umsatzwachstum von 35 Prozent auf 3,1 Mrd. Dollar.

Yahoo hat nach der Führungskrise wieder Fahrt aufgenommen. Die Kinderkrankheiten der Werbeplattform Panama sind offenbar beseitigt, und der Wechsel an der Spitze von Marketingmanager Terry Semel zu Jerry Yang, einem der Yahoo-Gründer, hat das technische Profil des führenden Internetportals geschärft. Yang gibt Verbesserungen an Yahoos Suchmaschine und dem Ausbau der suchgebundenen Werbung höchste Priorität. Im Schnitt rechnen Analysten, dass der Reingewinn von Yahoo mit acht Cent pro Aktie niedriger ausfallen wird als vor einem Jahr – damals erwirtschaftete Yahoo elf Cent Gewinn je Aktie. Beim Umsatz erwarten die Marktbeobachter einen Zuwachs um gut ein Zehntel auf 1,24 Mrd. Dollar.

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