US-Serverhersteller
Unsischere Oracle-Übernahme belastet Sun

Die anhaltende Ungewissheit über die geplante Übernahme durch Oracle bremst das Geschäft beim defizitären US-Serverhersteller Sun Microsystems. Der Umsatz brach überraschend stark ein, durch einen Sparkurs kann Sun aber den Quartalsverlust eindämmen. Die angestrebte Übernahme verzögert sich wegen Kartellfragen.
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HB NEW YORK. Der Umsatz von Sun Microsystem brach im ersten Geschäftsquartal überraschend stark um ein Viertel auf 2,24 Mrd. Dollar ein. Gesunkene Betriebsausgaben hätten aber den Verlust auf 120 Mio. nach rund 1,7 Mrd. Dollar ein Jahr zuvor verringern können, teilte Sun am Freitag nach Börsenschluss mit. Sun führte den Umsatzeinbruch auch auf Zögerlichkeit der Kunden in der Krise und auf wachsenden Konkurrenzdruck zurück. Der Sun-Umsatz ging mit 25 Prozent drastischer zurück als der anderer Technologie-Konzerne: Intel verbuchte ein Minus von knapp acht, Oracle von fünf Prozent.

Der SAP-Konkurrent Oracle wollte die Übernahme von Sun für sieben Mrd. Dollar ursprünglich Ende August abschließen und erhielt dafür bereits grünes Licht von den US-Behörden. Die Zustimmung der Europäischen Kommission steht jedoch noch aus. Schon im September hatte Oracle-Chef Larry Ellison die EU-Behörde für die Verzögerung des Geschäfts kritisiert und erklärt, Sun verliere deshalb rund 100 Mio. Dollar pro Monat. Die Kommission prüft die Fusion noch bis zum 19. Januar. Sun baut Hochleistungs-Server, die bei vielen Telekom-Firmen und Banken zum Einsatz kommen. Der Erfinder der Java-Software hat sich jedoch nie ganz vom Platzen der Internet-Blase erholt.

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