US-Softwarekonzern: Oracle will HP angreifen

US-Softwarekonzern
Oracle will HP angreifen

Die Aktie des US-Computerkonzerns Oracle ist um mehr als zwei Prozent gestiegen. Der Gewinn verbesserte sich um 78 Prozent. Außerdem will der Konzern den bisherigen Partner HP auf dem Servermarkt angreifen.
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Redwood Shores Der US-Computerkonzern Oracle legt weiter ein rasantes Tempo vor und heizt damit seinem deutschen Rivalen SAP ein. Im dritten Geschäftsquartal (Ende Februar) verbesserte sich der Umsatz dank florierender Verkäufe von neuen Software-Lizenzen und der Übernahme des Großrechner-Spezialisten Sun um 37 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar (6,2 Milliarden Euro). Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 78 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. Die Oracle-Aktie stieg mehr als zwei Prozent.

Konzernchef Larry Ellison verteidigte am Donnerstag die umstrittene Entscheidung, künftig keine Software mehr für den von Intel und Hewlett-Packard (HP) gemeinsam entwickelten Prozessor Itanium zu entwickeln. Mit dem Schritt greift Oracle vor allem Hewlett-Packard an, da die Server des Computerherstellers mit dem Chip laufen und ohne Unterstützung durch Oracle am Markt in Schwierigkeiten kommen könnten.

Oracle will von Intel erfahren haben, dass sich der weltgrößte Chip-Hersteller von dem Itanium-Chip abwenden und stattdessen auf die preiswertere x86-Architektur setzen wolle. Intel und HP hatten dies dementiert und Oracle vorgeworfen, mit der Ankündigung nur das eigene Geschäft mit Servern antreiben zu wollen.

Mit HP und IBM konkurriert Oracle auch beim Trend-Thema Cloud Computing. Sein Unternehmen habe hier einige Großaufträge von Konzernen gewonnen, sagte Ellison. Beim Cloud Computing werden Programme oder Dienstleistungen übers Internet bereitgestellt. Oracle ist die Nummer eins bei Datenbank-Software und seit dem Sun-Kauf auch einer der bedeutendsten Hersteller von leistungsstarken Computern, wie sie in Rechenzentren von Firmen stehen.

Oracle drängt durch Zukäufe auch immer stärker in das Gebiet des größten europäischen Softwarehauses SAP vor, die sogenannte Unternehmenssoftware, mit der Firmen etwa ihre Buchhaltung oder Kundenverwaltung erledigen. Die beiden Rivalen bekriegen sich derzeit vor Gericht. Mitarbeiter einer SAP-Tochterfirma in den USA hatten Daten von Oracle gestohlen, was die Deutschen auch zugeben. Strittig ist indes die Schadenshöhe. Ein US-Richter hat die Summe auf 1,3 Milliarden Dollar festgelegt. SAP will maximal 408,7 Millionen Dollar zahlen oder strebt ein neues Verfahren an.

Mit den Geschäftszahlen übertraf Oracle die Erwartungen der Analysten. Nach Börsenschluss am Donnerstag verteuerte sich die Aktie um ein knappes Prozent. Die Neuabschlüsse von Software-Lizenzen, die um 29 Prozent stiegen, deuten zudem darauf hin, dass es auch künftig gut laufen wird. Denn jede neuen Lizenz zieht üblicherweise weitere Geschäfte nach sich, etwa durch Updates oder Wartungsdienste.

Auch bei SAP sprang das Geschäft zuletzt an. Die Walldorfer hatten es Oracle gleich getan und eine große Übernahme gewagt: den kalifornischen Datenbankspezialisten Sybase. Das zahlte sich nun aus.

Oracle-Chef Ellison hatte in den vergangenen Jahren Dutzende Milliarden Dollar für Zukäufe ausgegeben, um SAP einzuholen. Dabei verleibte er seinem Konzern so bekannte Softwarefirmen wie Siebel oder PeopleSoft ein.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich zitiere aus Oracle's Bericht für dieses Quartal:
    "GAAP net income was up 78% to $2.1 billion, while non-GAAP net income was up 42% to $2.8 billion."

    Das heisst, dass Oracle den Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahresquartal um 78% steigern konnte und nicht um 19%, wie es in Ihrem Bericht steht.

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