US-Trickfilmstudios Pixar verfehlt Erwartungen
„Die Unglaublichen“ enttäuschen

Aufgrund einer enttäuschende Nachfragen nach der DVD „Die Unglaublichen“ hat das US-Trickfilmstudios Pixar den Gewinn im zweiten Quartal verringert. Nach Unternehmensnagaben fiel der Nettogewinn vom Donnerstagabend auf 12,7 Millionen Dollar oder zehn Cent je Aktie nach 37,4 Millionen Dollar oder 32 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum.

HB LOS ANGELES. Der Umsatz der Firma, die auch hinter den Filmerfolgen „Toy Story“ und „Findet Nemo“ steht, ging um 60,2 Prozent auf 26,4 Millionen Dollar zurück und verfehlte damit die Erwartungen. Analysten hatten mit 32,5 Millionen Dollar Umsatz gerechnet. Für das laufende Quartal rechnet das an der US-Technologiebörse Nasdaq notierte Unternehmen mit einem Gewinn je Aktie zwischen acht und zwölf Cent. Damit bleibt es hinter der Analystenprognose von 14 Cent zurück. Von „Die Unglaublichen“ würden keine entscheidenden Erlöse mehr erwartet. Pixar-Chef Steve Jobs hatte bereits im Juni gesagt, sein Unternehmen und der Vertreiber Walt Disney hätten den Absatz der DVD-Fassung von „Die Unglaublichen“ weltweit um etwa eine Million Stück überschätzt.

Im zweiten Quartal des Vorjahres hatte die DVD-Fassung von „Findet Nemo“ den Umsatz noch nach oben getrieben. Analysten sahen in den Geschäftszahlen ihre Skepsis über die Pixar-Prognosen für das abgelaufene Quartal bestätigt. Pixar werde auch noch weiter die schwächere Nachfrage nach „Die Unglaublichen“ spüren, sagte Richard Greenfield, Analyst von Fulcrum Global Partners. „Unsere Befürchtungen zu dem Absatz von „Die Unglaublichen'-DVDs für das erste und zweite Quartal scheinen sich durch die eingegangenen Verkaufszahlen bestätigt zu haben.“

Im laufenden Quartal sollen Finanzchef Simon Bax zufolge eine Jubiläumsausgabe von „Toy Story“ und das Debüt von „Die Unglaublichen“ im Bezahlfernsehen den Umsatz ankurbeln. Viel verspricht sich Pixar zudem vom Führungswechsel bei Walt Disney: Jobs teilte mit, er sei vorsichtig optimistisch, was eine neue Vertriebspartnerschaft mit Walt Disney angeht. Er sei von Disneys künftigem Chef Bob Iger sehr angetan. Die Gespräche verliefen professionell und produktiv. Jobs Beziehung zu dem scheidenden Disney-Chef Michael Eisner galt als schwierig. Die Partnerschaft mit Disney endet nach der Fertigstellung des Films „Cars“. Jobs zufolge soll noch in diesem Jahr ein neuer Vertrag unterzeichnet werden.

Die Pixar-Aktie verlor nachbörslich 0,61 Prozent auf 41 Dollar.

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