US-Unternehmen ist mit Niedrigpreisen fürs Herunterladen von Songs erfolgreich – Streit mit Apple wegen Software
Real Networks greift im Online-Musikgeschäft an

Die Attacke des US-Softwareanbieters Real Networks auf den Konkurrenten Apple zeigt erste Wirkung. Innerhalb einer Woche hat Real Networks in einer Sonderaktion rund eine Million digitale Musikstücke über das Internet verkauft.

HB SEATTLE.Real Networks hatte in der vergangenen Woche die Preise für das Herunterladen von Songs von seiner Webseite kräftig gesenkt. Das Unternehmen fordert damit vor allem den Apple-Konzern heraus, der mit seiner Online-Plattform Itunes binnen kurzer Zeit zum Marktführer im Musikgeschäft im Internet aufgestiegen ist.

Real Networks stellt in einer zeitlich begrenzten Aktion Musikstücke für einen Kampfpreis von 49 Cent pro Song ins Netz. Komplette Musikalben bietet Real für rund fünf Dollar an. Die Preise liegen damit bei rund der Hälfte der Angebote von Apples Musikshop Itunes. Inzwischen sei das Unternehmen nach Apple die Nummer zwei auf dem Markt für Musikdownloads, sagte Real-Networks- Strategiechef Richard Wolpert.

Die Aktion von Real Networks unterstreicht den mittlerweile harten Kampf auf dem Markt für Musikverkäufe übers Internet. Diese Vertriebsform über offizielle Plattformen soll langfristig sinkende CD-Verkäufe der Musikindustrie ausgleichen und Onlinepiraten den Wind aus den Segeln nehmen. Um Marktanteile zu gewinnen, nimmt Real-Chef Rob Glaser nun in Kauf, dass der Konzern mit den Kampfpreisen bei jedem verkauften Stück Verlust macht.

Anbieter wie Real werden vom Apple-Erfolg angelockt: Der Konzern ist mit seiner Itunes-Plattform in den USA mit einem Anteil von 70 Prozent Marktführer. Apple verkauft mittlerweile von dem mobilen Abspielgerät Ipod mehr Geräte, als im angestammten Geschäft mit Desktop-Computern: Im zweiten Quartal nahm der Absatz der Ipods gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 183 Prozent zu. Apple lieferte in dem Quartal 860 000 dieser Spieler aus und verkaufte über Itunes den hundertmillionsten Song. Laut Finanzchef Peter Oppenheimer schreibt der Internet-Musikladen schwarze Zahlen.

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