
HB ARMONK. Dem erfolgsverwöhnten IT-Konzern IBM geht die Puste aus. Nach dicken Zuwächsen in der Vergangenheit hat sich das Unternehmen im zweiten Quartal nur noch leicht verbessern können. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 23,7 Mrd. Dollar (17,5 Mrd Euro). Auch die Neuabschlüsse im wichtigen Service enttäuschten, was die Aktie am Montag nach US-Börsenschluss um drei Prozent in den Keller schickte.
Beim Gewinn indes sieht die IBM-Welt noch in Ordnung aus. Das 30. Quartal in Folge hat das Urgestein der Computerbranche mehr verdient: Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis um neun Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar. Gewinnbringer war wieder einmal die Software, die fast die Hälfte zum Konzernergebnis beisteuerte. Je Aktie belief sich das Ergebnis auf 2,61 Dollar, während am Markt mit 2,58 Dollar gerechnet worden war.
Konzernchef Samuel Palmisano zeigte sich am Sitz in Armonk (Staat New York) zuversichtlich, dass der gute Lauf beim Gewinn anhält und erhöhte die Jahresprognose abermals leicht. Pro Aktie erwartet er nun 11,25 Dollar - fünf Cent mehr als bislang. Im Krisenjahr 2009 hatte der Konzern immerhin 10,01 Dollar je Aktie erreicht. Die guten Gewinne erkaufte sich IBM durch die Streichung Tausender Stellen.
Der Konkurrent von Cisco, Hewlett-Packard und des deutschen SAP-Konzerns hob zudem seine Prognose für das Gesamtjahr auf einen Gewinn je Aktie von mindestens 11,25 Dollar an. Zuvor waren mindestens 11,20 Dollar in Aussicht gestellt worden. Die IBM-Aktie verlor nachbörslich dennoch, die S&P-Futures drehten vorübergehend ins Minus.
„Big Blue“ hat die Rezession von Anfang an wesentlich besser weggesteckt als die meisten anderen Unternehmen. Der einst für seine Heimcomputer berühmte Konzern setzt auf die profitable Software und auf IT-Dienstleistungen für Unternehmenskunden. IBM hat mit seinen Großrechnern aber auch weiterhin ein starkes Standbein in der Hardware.
IBM gilt wegen seiner breiten Angebotspalette als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche und darüber hinaus. Trotz der Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung mehren sich die Sorgen vor einem „Double Dip“, dem zweiten Eintauchen in die Rezession.
Es ist immer dasselbe. Die gieriegen Konzernlenker bekommen den Hals nicht voll. Der Gewinn wurde nur aufgrund tausender Stellenstreichungen erhöht. So kann es nicht weitergehen. Was wollen die mit dem ganzen Geld, dass sie doch nicht benötigen. Das ist Ausbeutung ohne Not. Können "die" eigentlich noch ruhig schlafen? Hoffentlich nicht! Da bleibt mit nur eines: Das letzte Hemd hat keine Taschen!
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