US-Verlagsstandorte werden zusammengelegt
Fusion von Springer-Kluwer kostet Jobs

Der Umbau der Fachverlagsgruppe Springer Science + Business Media, die gerade mit der holländischen Kluwer Academic Publishers zusammengeführt wird, kostet Arbeitsplätze.

HB DÜSSELDORF. Bis Ende Januar 2005 will Derk Haank, Vorstandschef des fusionierten Unternehmens, bei der früheren Bertelsmann-Tochter die Herstellungsabteilung für Bücher und Zeitschriften in Berlin mit 23 Mitarbeitern schließen. Das bestätigte das Unternehmen. Auch bei Kluwer plant Haank Einschnitte. Rund 100 der bisherigen 500 Kluwer-Arbeitsplätze sollen bis Ende 2006 wegfallen. In den USA will Haank im Juli die Verlagsstandorte von Springer und Kluwer zusammenlegen.

Vor einem Jahr verkaufte der Mediengigant Bertelsmann seine Fach- und Wissenschaftssparte („Bauwelt“, Vieweg, Gabler) für 1,05 Mrd. Euro an die britischen Finanzinvestoren Cinven und Candover, die den Fachverlag jetzt mit Kluwer fusionieren. Nach der Fusion steigt das neue Unternehmen, das unter dem Namen Springer firmieren soll, zur weltweit zweitgrößten Wissenschafts-Verlagsgruppe mit rund 5 400 Mitarbeitern auf. Mit dem Berliner Axel-Springer-Verlag hat Springer allerdings nichts zu tun.

Der neue Fachinformationsriese leidet ähnlich wie andere Wettbewerber unter dem schwachen Werbemarkt und dem Sparkurs von Universitäten und Unternehmen. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern noch einen konsolidierten Umsatz von 833 Mill. Euro. Im laufenden Jahr wird Springer mit voraussichtlich 800 Mill. Euro Umsatz das angepeilte Umsatzziel von 880 Mill. Euro weit verfehlen. Nach Unternehmensangaben ist allerdings durch den im März beschlossenen Verkauf der Würzburger Druckerei Stürtz an die niederländische Unternehmensgruppe Euradius ein Umsatzvolumen von 60 Mill. Euro weggebrochen.

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