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13.08.2008 
Springer-Chef Döpfner zur US-Zeitungskrise

„US-Zeitungen sind ärmlich“

von Hans-Peter Siebenhaar

„Die amerikanischen Zeitungen sind oftmals schlechter gemacht als die unsrigen“, sagte Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer. Warum Döpfner für den amerikanischen Zeitungsmarkt schwarz sieht, die „Bild-Zeitung“ bald teurer werden könnte und er in Rupert Murdoch ein Vorbild sieht, erklärt er im Interview mit dem Handelsblatt.

Der Vorstandsvorsitzende des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner, sieht den regulierten deutschen Medienmarkt gegenüber dem deregulierten US-Markt im Vorteil. Foto: dpaLupe

Der Vorstandsvorsitzende des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner, sieht den regulierten deutschen Medienmarkt gegenüber dem deregulierten US-Markt im Vorteil. Foto: dpa

Handelsblatt: Gibt es einen Königsweg für die Printkonzerne, um aus  der Defensive zu kommen?

Mathias Döpfner: Die Offensive.

Wie sieht denn die Offensive aus?

Ich kann das Krisengerede nicht mehr hören. Die Printbranche durchläuft einen Transformationsprozess. Das geht auch anderen Industrien so. Wenn man die Digitalisierung ernst nimmt, eröffnen sich bei allen Risiken auch große Chancen für die Verlage. Wenn Printauflagen sinken, aber Online-Reichweiten steigen, dann ist das Wachstum.

Glauben die Verlagshäuser überhaupt noch an ihr Kerngeschäft?

Unser Geschäft ist Inhalt. Wenn wir guten Journalismus pflegen, egal ob gedruckt oder online, dann ist mir nicht bange. Wer sein Kerngeschäft herunter redet oder sich gar zu Tode spart, wird scheitern.

Die Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften sinken. Müssen die gedruckten Inhalte teurer werden?

Zeitungen sind außerordentlich preiswert – beispielsweise im Vergleich zu einer Tasse Kaffee.

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