Drohnen-Einsatz Stoppt die Technophobie!

Erst Amazon, dann Google, jetzt Facebook: Beim Mobile World Congress geht es um den Drohnen-Einsatz. Es dauert noch, bis der sich rechnet. Doch das Problem liegt woanders, meint Valley-Voice-Kolumnistin Britta Weddeling.
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....die Furcht vor neuen Technologien ist gerade in Deutschland besonders verbreitet. Quelle: Archive Photos, Stringer, M.Paetzold
Keine Angst vor Technik....

....die Furcht vor neuen Technologien ist gerade in Deutschland besonders verbreitet.

(Foto: Archive Photos, Stringer, M.Paetzold)

Seit Buddy Minchini klein ist, träumt er vom Fliegen. Aber der 29-jährige Chef-Techniker der Silicon-Valley-Drohnen-Firma Airware, die mit 40 Millionen Dollar finanziert wird, unter anderem von Andreessen Horowitz, Kleiner Perkins und Google, sah sich dabei nie im Cockpit eines Flugzeugs. Ihn interessierte immer mehr die Arbeit der Ingenieure am Boden, sagte er mir in einem Interview. „Der Erfolg eines Fluges hängt immer auch von den Ingenieuren ab, nicht nur vom Piloten.“

Britta Weddeling, Korrespondentin des Handelsblatts im Silicon Valley, berichtet über neue Trends und den digitalen Zeitgeist im Tal der Nerds.
Die Stimme aus dem Valley

Britta Weddeling, Korrespondentin des Handelsblatts im Silicon Valley, berichtet über neue Trends und den digitalen Zeitgeist im Tal der Nerds.

Das ist nun anders. Die öffentliche Meinung spielt eine immer größere Rolle. Sie steht neuen digitalen Phänomenen skeptisch bis ablehnend gegenüber. Die Technophobie lässt sich bei mehr oder weniger jeder zweiten Silicon-Valley-Firma feststellen, die ein neues Geschäftsmodell, ein neues technisches Gerät oder eine neue Art zu leben proklamiert.

Besonders deutlich wird diese Angst vor dem Neuen beim Thema Drohnen.

Verstehen Sie mich nicht falsch! Ich glaube nicht, dass „neu immer besser ist“. Diese Regel von „How I met your mother“-Figur Barney Stinson ist hier nicht sinnvoll. Nichts ist besser, nur weil es neu ist. Wir alle sollten uns die negativen Auswirkungen und Risiken einer neuen Technologie bewusst machen. Aber wenn es um Drohnen geht, scheinen die Leute alles zu vergessen, was sie mal bei Immanuel Kant gelernt haben: Benutze Deinen Verstand!

Die besten Multikopter aller Klassen
Drohnen mit Kamera
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Parrot AR.Drone 2.0: Ein großer Quadrokopter mit HD-Kamera (720p). Die Steuerung erfolgt über Smartphone oder Tablet. Die Reichweite liegt laut Hersteller bei maximal 50 Metern. Während des Flugs werden Fotos oder Videos per Livestreaming auf das Mobilgerät übertragen. Die Aufnahmen werden bei Bedarf auch auf einem mitfliegenden USB-Stick gespeichert. Im "Regiemodus" lassen sich Flugbewegungen für die Kamera programmieren.

Sensoren wie Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Magnetometer und Ultraschallentfernungsmesser und Bodenkamera sorgen für eine präzise Steuerung und Stabilisierung der Flugbewegungen. Die AR.Drone ist in verschiedenen Versionen erhältlich, das Spitzenmodell, die GPS-Edition, ist mit einem USB-Stick ausgestattet, der als GPS-Modul und gleichzeitig Speicher für Flugaufnahmen dient. Preis: circa 340 Euro.

Blade 180 QX HD
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Ein kompakter Quadrokopter mit eingebauter HD-Kamera und Fernsteuerung. Für den Flug lassen sich unterschiedliche Neigungswinkel einstellen, sodass die Blade-Drohne entweder besonders ruhige Kameraflüge oder besonders kühne Flugmanöver vollführt. Der Blade 180 QX HD ist gut geeignet für Anfänger oder Anwender, die keine allzu hohen Ansprüche an die Kamera stellen. Preis: circa 140 Euro.

Nine Eagles Galaxy Visitor 6
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Ein Quadrokopter mit HD-Kamera für Einsteiger. Bilder und Videos werden per Wi-Fi auf ein Smartphone oder Tablet (iOS oder Android) übertragen. Fortgeschrittene Piloten können auch die Wendigkeit des Fluggeräts erhöhen und damit spannende Flugmanöver erproben. Preis: circa 170 Euro.

Blade 350 QX2 AP Combo
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Der Blade 350 QX2 AP Combo ist ein komplett ausgestatteter Quadrokopter mit HD-Kamera (1080p) und GPS. Er überträgt das Live-Bild auf iPhone oder Android-Geräte. Die 2-achsige Kameraaufhängung (Gimbal) gleicht Luftturbulenzen aus, um sanfte und unverwackelte Aufnahmen zu ermöglichen. Beruhigend für Anfänger: Mit "Return Home" kehrt der Quadrokopter automatisch zum Startplatz zurück. Preis: ab 390 Euro.

Parrot Bebop Drone
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Ein anspruchsvoller Quadrokopter für Hobbyflieger mit Full-HD-Kamera und GPS. Das Digicam-Modul knipst Fotos mit 14 Millionen Pixel und Superweitwinkel (180 Grad, Fisheye). Videos werden auf dem acht Gigabyte großen Flash-Speicher abgelegt. Gesteuert wird die Bebop-Dohne über Smartphone oder Tablet. Die entsprechende App ist neben iOS und Android auch für Windows Phone erhältlich, eine Seltenheit. Die Reichweite bei der Smartphone-Steuerung liegt laut Hersteller bei maximal 50 Metern. Als optionales Zubehör gibt es einen Skycontroller, der die Reichweite auf etwa 2000 Meter vergrößern soll. Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Magnetometer, Ultraschallsensoren und eine Bodenkamera helfen, die Flugbewegungen präzise zu steuern und Turbulenzen auszugleichen. Daneben ist die Parrot zu FPV-Brillen (First Person View) von Zeiss oder Sony kompatibel. Die maximale Flugdauer liegt bei elf Minuten. Preis: 499 Euro (mit Skycontroller: 899 Euro).

Hubsan X4
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Die Kamera des Quadrokopters Hubsan X4 hat eine Auflösung von 720 x 480 Pixeln und ist daher weniger für anspruchsvolle Luftaufnahmen geeignet. Immerhin hat der preiswerte Hubsan mit der Fernsteuerung eine Reichweite von bis zu 100 Metern. Durch den abnehmbaren Schutzring kann man das Fluggerät auch in geschlossenen Räumen ausprobieren. LEDs machen die Drohne nachtflugtauglich. Preis: circa 80 Euro.

Yuneec Q500 Typhoon
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Der Q500 Typhoon gehört zu den Spitzenmodellen unter den Hobbyfliegern. Er arbeitet mit einer Full-HD-Kamera, die 60 Bilder pro Sekunde schafft und damit auch schnelle Bewegungen erfasst. Die Kameraaufhängung (Gimbal) gleicht Wackler oder Luftturbulenzen auf drei Achsen aus. In die Fernsteuerung ist ein Videobildschirm integriert, in dem man die Aufnahmen live verfolgen kann. Die Flugzeit liegt bei ansehnlichen 20 bis 25 Minuten. GPS ist ebenfalls an Bord. Preis: circa 1.200 Euro.

Viele denken, dass man Drohnen nicht mehr stoppen kann, hat man sie erst „aus dem Käfig gelassen“. Das kann man schließlich in jedem zweiten Science-Fiction-Blockbuster sehen oder in Daniel Suarez’ Buch „Kill decision“ nachlesen.

Kein Zweifel, Suarez’ Geschichte über den Monate währenden Kampf gegen eine Drohnen-Armee, die die Menschheit ausrotten will, ist ziemlich spannend. Ich empfehle die Lektüre. Das Dumme ist nur, dass die Sache mit dem Monate währenden Kampf schon allein deshalb nicht funktioniert, weil vorher die Batterie der Drohne versagen würde.

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3 Kommentare zu "Drohnen-Einsatz: Stoppt die Technophobie!"

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  • Technophobie ist hier der falsche Begriff. Es sind vielmehr die unzähligen Belege dafür wie rücksichtlos und rein kapitalorientiert heute, Globalplayer manipulieren, vertuschen und sich gerade im Verbraucherschutz nur scheinbar an die Regeln halten. Man bekommt es ja nicht einmal mehr mit, wenn man heute ohne Genehmigung gefilmt oder soll ich sagen auspioniert wird. Was ist mit Überflug von Grundstücken, Mietflächen etc.

  • Technophobie. Ojemine.

    Sorry, ich bin weder technophob noch technophil.

    Hocke in meinem Job die meiste Zeit vor dem Computer, fahre ein High-Tec-Auto, benutze abends meinen Smart-TV, und wenn ich mich dabei langweile, schaue ich nebenbei auf meinem I-Pad ein paar Online-Zeitungen durch.

    Am Wochenende finde ich es ganz toll, mit meiner Freundin eine wunderbare lange Wanderung durch die Natur zu machen.

    Dabei sind Drohnen das letzte, was ich sehen oder hören will. Und auch nicht, dass sie über mein Haus fliegen.

    Wenn man neben seinem Verstand auch noch seine Sinne nutzen möchte, sind Drohnen, außer für den infantil-enthusiastischen Technik-Plebs, etwa das letzte, was man in seinem anyway übertechnisierten Umfeld wahrnehmen möchte.

    Wir verzichten hier auch gerne auf die ach so tollen Pioniere.

    Und auf megalässig tolle Silicon-Valley sowieso.

  • Ich finde es immer wieder erfrischend, wie moderat-ausgeglichen Frau Weddeliing über solche Themen schreibt; ganz anders als Herr Lumma vor ihr.

    Zum Thema:

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum Facebook mit Drohnen experimentiert. Bei allem, was man von FB gewoht ist, bedeutet das nichts Gutes.

    Gegen Paketdrohnen habe ich nichts, außer daß wieder ein neues Heer von Arbeitslosen erzeugt wird.

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