Veränderte Taktzeiten
Grundgebühr für analogen Telefonanschluss steigt

Rund 28 Millionen Kunden der Telekom mit einem analogen Telefonanschluss müssen ab dem 1. September eine höhere Grundgebühr bezahlen. Einen Antrag des Bonner Konzerns auf Anhebung des monatlichen Entgeltes um 1,94 Euro auf 15,66 Euro genehmigte die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.

HB/dpa BONN. Das teilte die Telekom am Dienstag in Bonn mit. ISDN-Anschlüsse sind nicht betroffen. Gleichzeitig sinken die Preise für die Standardtarife im Ortsnetz durch veränderte Taktzeiten um bis zu 50 Prozent.

Anlass für die Anhebung war ein Bußgeldbescheid, den die EU- Kommission der Telekom wegen Wettbewerbsbehinderung im Ortsnetz Mitte Mai 2003 aufgebrummt hatte. Die Brüsseler Wettbewerbshüter monierten den zu geringen Abstand zwischen dem Mietpreis für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) und dem Endkundenpreis. Darauf hin hatte die Regulierungsbehörde das bereits beschlossene Preisfestsetzungsverfahren für 2003 noch einmal geöffnet. Vor knapp einer Woche hatte die Telekom die geplanten Preisanpassungen beantragt. Ziel war es unter anderem auch, das von der Behörde ermittelte Anschlussdefizit von gut 600 Millionen Euro zu beseitigen.

Im Zuge der Preismaßnahme wird sich zum 1. September auch das Grundentgelt für einen T-Net 100-Anschluss um 1,46 auf 18,45 Euro erhöhen. Für das einmalige Bereitstellungs- und Übernahmeentgelt verlangt die Telekom künftig ebenfalls mehr. Es beträgt dann 59,95 Euro (bisher: 51,57) beziehungsweise 29,94 Euro (25,78). Noch keine Entscheidung traf die Behörde zum Antrag der Telekom, kostenloses Telefonieren im AktivPlus xxl Tarif vom Sonntag auf den Samstag auszuweiten.

Wettbewerber und Verbraucherschützer hatten die Pläne der Telekom nach einer Grundgebühr-Erhöhung bereits vor einer Woche heftig kritisiert. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM sprach von Kundenabzocke und forderte, nicht die Grundgebühr müsse erhöht, sondern die Vorprodukte müssten billiger werden. Die Telekom wies solche Vorwürfe zurück: Das Unternehmen habe lediglich auf Druck der Europäischen Union reagiert.

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