Verbesserung industrieller Prozesse gilt als Zukunftsmarkt
IBM verspricht sich Umsatzschub von intelligenten Computersystemen

IBM will in den nächsten Jahren im Geschäft mit High- Tech-Projekten für Unternehmenskunden kräftig expandieren. Das Segment hat laut IBM-Chef Samuel Palmisano ein weltweites Marktpotenzial von 500 Mrd. Dollar. Jetzt hat der US-Konzern einen „Center for Business Optimization“ gegründet, mit dessen Hilfe sich IBM mindestens zehn Prozent des Marktes sichern will.

HB NEW YORK. Wachstum verspricht dabei vor allem ein Segment, das sich „Autonomic Computing“ nennt – intelligente Computersysteme also, mit denen Produktions- und Dienstleistungsverfahren verbessert werden können. Im Unternehmensjargon heißt der gesamte Anwendungssektor „Business Process Transformation Services“ (BPTS). Dahinter verbergen sich knifflige Consultingaufgaben, die nur mit Hochleistungstechnik zu lösen sind.

IBM hat viele Visionen: Fluggesellschaften sollen bei Wetterchaos in Sekundenschnelle einen Ersatzflugplan auf die Beine stellen können, damit möglichst wenig Flüge ausfallen. Kliniken sollen ihre Therapien danach ausrichten können, wie es dem Patienten laut Computerprognose in 20 Jahren gehen wird.

Intern gehe IBM sogar von einem Marktpotenzial von einer Bill. Dollar aus, sagt Mark Stahlman, Analyst bei der Investmentbank Caris & Co. Bei einem Marktanteil von zehn Prozent würde IBM auf dieser Grundlage im Höchstfall jedes Jahr zusätzliche 100 Mrd. Dollar einnehmen – das käme einer Verdopplung des derzeitigen Umsatzes gleich.

Davon ist der Konzern aber noch weit entfernt: Bisher gebe der Markt erst 1,4 Mrd. Dollar pro Jahr her, sagte Ginni Rometty, Leiterin des Consulting-Geschäfts von IBM. Und auch die bisherigen BTPS-Projekte von IBM im wirken weniger futuristisch: Im Audi-Werk in Ungarn habe die Computerfirma eine Fertigungsstraße voller Barcode-Systeme und Scanner aufgebaut, mit der sich die Produktion in Echtzeit überwachen lasse, berichtete Rometty. In einer US-Klinik habe man darüber hinaus die Testdaten verschiedener Messgeräte mit einander verknüpft, um Diagnose und Therapie zu verbessern.

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