IT + Medien
Verdacht auf Schleichwerbung bei privaten TV-Sendern

Die Medienaufsicht hat Verstöße bei privaten Fernsehsendern gegen das Verbot von Schleichwerbung festgestellt. Bei Routinekontrollen fielen gleich acht Sender auf, darunter auch große Veranstalter wie RTL und ProSieben.

HB BERLIN. Bei der RTL-Sendung „Formel 1 Exclusiv“ sei die Post-Tochter DHL deutlich in den Vordergrund gehoben worden, teilte die Gemeinsame Stelle Programm, Werbung und Medienkompetenz der Landesmedienanstalten am Donnerstag nach einer Sitzung in Berlin mit.

DHL-Fahrzeuge seien häufig zu sehen gewesen und außerdem hätten die Brüder Gottschalk, die für die Post-Tochter Werbung machen, in der Sendung auch noch die Leistung der DHL hervorgehoben, sagte Sprecher Peter Widlok.

Nach dem Rundfunkstaatsvertrag ist Schleichwerbung verboten.

Verdachtsmomente bestehen auch gegen ProSieben, RTL II, n-tv, DSF, MTV, Kabel 1 und N24. „Es sind hauptsächlich kleinere Veranstalter, die mit Verstößen auffällig werden“, erklärte Prof. Norbert Schneider, Vorsitzender der Gemeinsamen Stelle.

So habe n-tv in einem Bericht über Investments in Australien lediglich einen Fonds vorgestellt. Da fehle die neutrale und objektive Einordnung, heißt es in der Kritik der Medienwächter.

Die Sender sollen Gelegheit zu einer Stellungnahme erhalten. Danach werde zu klären sein, ob zum Beispiel Beanstandungen gegen Veranstalter ausgesprochen werden. Die Gemeinsame Stelle verfolgt Werbeverstöße von privaten Veranstaltern. In der jüngeren Vergangenheit hatte Schleichwerbung in öffentlich-rechtlichen Sendungen für Schlagzeilen gesorgt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%