Verhaltenes zweites Quartal erwartet
Intel erweitert Forschung in Deutschland

Der weltweit größte Chiphersteller erweitert seine Forschungskapazitäten in Deutschland. Im zweiten Quartal wird sich Intel allerdings den Worten seines Technikchefs zufolge erst einmal mit einer verhaltenen Nachfrage abfinden müssen.

HB BRAUNSCHWEIG. „Wir sehen eine leichte Verlangsamung“, sagte Technologievorstand Justin Rattner am Montag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Intel bringt in der zweiten Jahreshälfte eine neue Generation von Computerprozessoren auf den Markt und hat daher mit der abwartenden Haltung der Kunden zu kämpfen. „Man sieht so etwas immer ein bisschen. Bis wir die Chips wirklich verfügbar haben, bis wir sie auf dem Markt haben, müssen wir damit leben“, fügte Rattner hinzu, der in Braunschweig ein neues Intel-Forschungszentrum eröffnete.

Intel hatte zuletzt mit der starken Konkurrenz des kleineren Rivalen Advanced Micro Devices (AMD) zu kämpfen. Die neue Intel-Dualkerntechnologie soll den Abstand aber wieder vergrößern. Die kommenden Chips sollen jene von AMD in punkto Effizienz und Stromverbrauch in die Schranken weisen. „Ich denke, die zweite Jahreshälfte wird sehr stark für uns“, sagte Rattner.

In Braunschweig eröffnete der Intel-Manager ein neues Forschungszentrum, in dem künftig rund 120 Forscher und Entwickler an neuen, zukunftsträchtigen Mehrkernprozessoren arbeiten sollen. Intel sehe einer Zeit entgegen, „vielleicht Ende des Jahrzehnts, Anfang nächsten Jahrzehnts, in der es Dutzende von Rechenkerne auf einem Chip geben wird... Hier in Braunschweig wird dieser Weg mitgestaltet“.

„Hier in Braunschweig wird Wegweisendes erforscht. Durch die Arbeit dieses Labors werden Computerchips schneller und leistungsfähiger“, sagte Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) zur Labor-Eröffnung. Bislang sind in der Regel ein oder zwei Prozessoren auf einem Chip unterzubringen. In fünf bis acht Jahren sollen die so genannten „Manycore-Chips“ mit bis 100 zu Rechenkernen ermöglichen, dass ohne Beeinträchtigung der Geschwindigkeit viele Programme gleichzeitig laufen können. „Die Spieleindustrie, die viel mit Ton- und Grafikprogrammen arbeitet, wartet zum Beispiel auf diese Entwicklung“, sagte Intel-Sprecher Mike Cato.

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