Verhandlungen stehen vor Abbruch
Verdi droht mit Streiks bei der Telekom

Die Gespräche zwischen der Deutschen Telekom und Verdi über die geplante Auslagerung von rund 50 000 Mitarbeitern stehen vor dem Scheitern.

dpa-afx MAYSCHOSS. "Es ist kein Fortschritt erkennbar", sagte Verdi-Sprecher Ado Wilhelm am Dienstag in Mayschoß am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Gewerkschaft werde daher mit den konkreten Maßnahmen für Streiks beginnen. "Die dazu nötige Urabstimmung könnte theoretisch bereits morgen stattfinden." Die Telekom äußerte sich zunächst nicht dazu.

Der Bonner Konzern hatte vor den Gesprächen eine Nachbesserung ihres Angebots angekündigt, was von ver.di begrüßt worden war. In den vorangegangenen vier Verhandlungsrunden hatten die Tarifparteien keine Annäherung erzielt, weswegen die Warnstreiks bei dem Unternehmen ausgeweitet worden waren. Der Konzern will mit der Auslagerung der Beschäftigten in drei Gesellschaften unter dem Namen T-Service seine Kosten senken und die Servicequalität verbessern. Geplant ist nach Absenkung der Löhne um zwölf Prozent sowie eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf mindestens 38 Stunden. Verdi lehnt die Pläne ab, pocht aber zumindest auf weit reichenden tariflichen Schutz für die betroffenen Mitarbeiter.

Vor dem Auftakt der Gespräche hatten beide Seiten ihre Bereitschaft zu Kompromissen beteuert. So sagte der kommissarische Personalchef und Verhandlungsführer der Telekom, Karl-Gerhard Eick, dass das Unternehmen bereit sei, an allen Themen etwas zu tun, um ver.di entgegen zukommen. "Der Vorschlag ist sehr konkret und sehr breit." Auch der Verhandlungsführer von ver.di, Lothar Schröder, hatte sich offen für einen Kompromiss gezeigt.

Im Umfeld der Verhandlungen hieß es, dass zwischen den Positionen beider Seiten eine große Lücke klaffe. Die Gespräche könnten daher auch über den Dienstag hinaus fortgesetzt werden. Sollte keine Einigung erzielt werden, dann will das Unternehmen T-Service notfalls ohne Zustimmung von ver.di gründen. T-Service soll zum 1. Juli starten.

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