Verhandlungen
Tarifrunde für Tageszeitungen vertagt

Der Tarifstreit zwischen Zeitungsverlegern und der Gewerkschaft Verdi geht in die nächste Runde. Ein Angebot der Verlage wurde zuletzt als unzureichend bewertet.
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BerlinDie neunte Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Redakteure an Tageszeitungen ist am späten Dienstagabend nach siebenstündigen Gesprächen in Hamburg vertagt worden. Nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) endete die neunte Verhandlungsrunde mit einem Verzicht der Verleger auf massive Einschnitte in die Tarifverträge für Zeitungsjournalisten. Die Verleger seien dabei von ihrer im Dezember 2010 aufgestellten Forderung nach einem um 15 Prozent abgesenkten Tarifwerk für Berufseinsteiger abgerückt, wie der DJV mitteilte. 

Mögliche Veränderungen in der Struktur des Gehaltstarifvertrags für den journalistischen Nachwuchs würden zu einem späteren Zeitpunkt noch verhandelt. „Damit ist der Dumping-Tarifvertrag für Berufseinsteiger vom Tisch“, sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. 

Am Ende der siebenstündigen Verhandlung legten die Verlegervertreter ein weiteres Angebot vor, das von der Gewerkschaft ver.di als unzureichend bewertet wurde, wie die Gewerkschaft in Berlin mitteilte. Die zuständige dju-Tarifkommission berät nun am 8. August die Verhandlungssituation, die Tarifverhandlungen sollen möglichst bald fortgesetzt werden. 

Darüber hinaus einigten sich die Tarifvertragsparteien dem DJV zufolge darauf, den Manteltarifvertrag in seiner bestehenden Form bis Ende 2013 wieder in Kraft zu setzen. Eine Kündigung der Altersversorgung soll bis Ende 2013 ausgeschlossen werden. Über Erhöhungen von Gehältern und Honoraren sei in einer weiteren Tarifrunde zeitnah zu verhandeln. Ein Verhandlungstermin soll in den nächsten Tagen vereinbart werden. Am Mittwoch werden die zuständigen DJV-Gremien das Verhandlungsergebnis bewerten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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