Verizon glückt Konzernumbau
US-Telekomriese steigert Umsatz im Weihnachtsgeschäft

Dickere Rabatte, attraktivere Angebote: Kleine Telcos setzen die Marktriesen im US-Mobilfunk unter Druck. Der Anbieter Verizon hat darauf mit einem Konzernumbau reagiert – und konnte sich im Weihnachtsgeschäft behaupten.

Bangalore/BerlinDer US-Mobilfunkriese Verizon hat sich im vierten Quartal im scharfen Wettbewerb auf dem Heimatmarkt behauptet. Dank umfassender Marketingaktionen im Weihnachtsgeschäft sei der Umsatz um 3,2 Prozent auf 34,3 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der Gewinn lag bei 5,4 Milliarden Dollar. Vor Jahresfrist hatten Sondereinflüsse noch zu einem Verlust von 2,2 Milliarden Dollar beigetragen. Die Verizon-Aktie stieg vorbörslich um 1,1 Prozent.

Im Gegensatz zur Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US lief es allerdings im Neugeschäft nicht rund. Bei Verizon unterzeichneten in den vergangenen drei Monaten lediglich 1,5 Millionen Kunden neue Verträge. Ein Jahr zuvor waren es noch zwei Millionen. T-Mobile US kam im vierten Quartal auf 2,1 Millionen neue Kunden.

Verizon dominiert zusammen mit dem etwa gleichgroßen Rivalen AT&T den amerikanischen Mobilfunkmarkt. Mit massiven Rabatten und attraktiven Datenplänen machen T-Mobile US sowie Sprint den Platzhirschen allerdings immer mehr Konkurrenz. Verizon reagierte im vergangenen Jahr mit einem Konzernumbau, investierte massiv in den Ausbau der Breitbandkapazitäten und kaufte für vier Milliarden Dollar den US-Internetpionier AOL, um die digitale Werbung und das Geschäft mit mobilen Videos zu stärken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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