Verkauf an deutsch-amerikanische Investorengruppe
Senator Film wechselt den Besitzer

Eine deutsch-amerikanische Investorengruppe hat die Mehrheit an der Filmgesellschaft Senator Entertainment AG von der Deutschen Bank und einer Finanzinvestoren-Gruppe übernommen.

dpa-afx KÖLN. Wie die Investorengruppe am Donnerstag in Köln mitteilte, wurde der Erwerb von 50,1 Prozent des Aktienkapitals der Senator ("Das Wunder von Bern", "Good Bye, Lenin!") vereinbart.

Die Senator AG hatte im April 2004 Insolvenz angemeldet. Die Deutsche Bank und die bisherigen Finanzinvestoren wollen zunächst Minderheitsaktionäre bleiben und halten den Angaben zufolge noch Anteile von rund 30 Prozent. Die Aktie zog nach der Mitteilung bis zum frühen Nachmittag um knapp 20 Prozent auf 1,64 Euro an.

Maßgebend in der Käufergruppe sind der Kölner Medienanwalt Helge Sasse und der deutschstämmige, in Los Angeles lebende Filmproduzent Marco Weber. "Wir sind der festen Überzeugung, dass Senator als einem der führenden, unabhängigen deutschen Filmproduktionshäuser und Filmverleiher eine neue, große Zukunft bevorsteht", erklärten Sasse und Weber. "Die vorhandene Substanz des Unternehmens gibt zu dieser Überzeugung jeden Anlass." Details sollen unmittelbar nach der Senator-Entlassung aus der Insolvenz bekannt gegeben werden.

Sasse war nach eigenen Angaben als einer der Gründer des Kölner TV-Senders Viva 2004 an dessen Verkauf an den US-Konzern Viacom beteiligt. Die Erwerbergruppe kündigte zugleich die Abgabe eines freiwilligen, öffentlichen Kaufangebotes gegenüber den Aktionären der Senator Entertainment AG an, die weiter börsennotiert bleiben solle.

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