Verkauf an Finanzinvestoren
Philips erzielt Spitzenpreis für Chips

Der Verkauf der Halbleitersparte des niederländischen Philips-Konzerns steht unmittelbar vor dem Abschluss. Nach Informationen des Handelsblatts gilt eine Investorengruppe aus Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) und Silver Lake Partners als hoher Favorit für die Übernahme. Sie bieten nicht ohne Grund einen Preis, der Philips mehr als zufriedenstellen dürfte.

FRANKFURT/DÜSSELDORF. Die Verhandlungen sind in der Endphase, heißt es aus Kreisen der Investoren. Noch sei von Philips aber nicht der endgültige Zuschlag gegeben worden. Der Kaufpreis soll bei über 8 Mrd. Euro liegen. Eine Sprecherin von Philips in Amsterdam erklärte auf Anfrage lediglich, man sei – wie bereits in Juni angekündigt – weiter „in Diskussionen“ über die Zukunft der Sparte. Zu Spekulationen werde man keine Stellung nehmen. Ein KKR-Sprecher erklärte, dass man zu Gerüchten keine Stellung nehme.

Fällt die Entscheidung wie im Markt erwartet, hätten sich KKR und Silver Lake gegen zwei weitere Bietergruppen mit Blackstone Group, Permira und Texas Pacific Group auf der einen und Apax Partners, Bain Capital und Francisco Partners auf der anderen Seite durchgesetzt.

Als ausschlaggebender Grund für KKR/Silver Lake wird eine vorangegangene Übernahme genannt: Im Dezember 2005 hatten die beiden Investoren Avago Technologies für 2,66 Mrd. Dollar übernommen, die Halbleitersparte des US-Konzerns Agilent. Deshalb hätten die Unternehmen besonders hohe Synergie-Effekte einkalkuliert und ein besseres Angebot als die Konkurrenten vorgelegt. Schätzungen von Branchenanalysten über den angemessenen Kaufpreis schwanken um die 7 Mrd. Euro.

„Es gibt bei einer Übernahme durch diese Gruppe erhebliche Vorteile, die bei den anderen Bietern so nicht existieren“, sagt ein Frankfurter Beteiligungsmanager. Silver Lake sei zudem erfahren im Technologiebereich. Zu früheren Engagements zählt die Übernahme des IT-Konzerns Sungard zusammen mit anderen Investoren für 11,8 Mrd. Dollar.

Die Partner, heißt es, hätten ein schlüssiges Konzept für die Philips-Sparte vorgelegt. Philips-Chef Gerard Kleisterlee hatte früher immer wieder betont, dass er eine zukunftssichere Lösung für Philips Semiconductor anstrebe. Die Abspaltung aus dem Gesamtkonzern ist seit 2005 beschlossene Sache.

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