Verkauf der angeschlagenen Qimonda
Infineon peilt Deal mit Micron an

Der Münchener Chiphersteller Infineon bemüht sich derzeit intensiv, seine verlustreiche Tochter Qimonda an den amerikanischen Konkurrenten Micron zu veräußern. Dazu hat es nach Angaben aus Branchenkreisen in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche hochrangige Gespräche gegeben. Allerdings konnten sich beide Seiten noch nicht einigen. Den Quellen zufolge ist der US-Konzern der einzige Kaufinteressent aus der Halbleiterbranche.

DÜSSELDORF. Viel Zeit kann sich Infineon allerdings nicht mehr lassen. Qimonda schreibt hohe Verluste, und Analysten spekulieren bereits darüber, wann den Münchenern das Geld ausgeht.

Auch die Börse verliert zunehmend den Glauben an Qimonda. Am Montag ist der Aktienkurs des in New York notierten Unternehmens um ein Drittel auf nur noch einen Dollar eingebrochen. Im frühen Handel an der Wall Street ging das Papier am Dienstag weiter in die Knie und notierte bei 95 Cent. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von lediglich 324 Mill. Dollar.

Wie dramatisch der Kursverfall ist, zeigt der Vergleich mit dem Börsengang: Als Qimonda im Sommer vor zwei Jahren an die Wall Street kam, zahlten die Investoren noch 13 Dollar je Aktie. Infineon hält bis heute rund 77 Prozent der Anteile an seiner ehemaligen Speicherchipsparte, will die Beteiligung aber möglichst schnell abbauen.

Qimonda produziert Dram-Chips, wie sie zum Beispiel in PCs eingebaut werden, um Daten zu speichern. Seit über einem Jahr liegen die Preise deutlich unter den Herstellkosten der meisten Anbieter.

Sprecher von Infineon und Qimonda wollten sich am Dienstag zu dem laufenden Verkaufsprozess nicht äußern. Auch Micron hat zuletzt jeden Kommentar abgelehnt.

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