Verkauf des Portalgeschäfts
Web.de einigt sich mit Klägern

Web.de hat sich mit den Gegnern des Verkaufs des Portalgeschäfts an United Internet geeinigt. Das Geschäft kann nun abgeschlossen werden.

HB KARLSRUHE. Das Unternehmen habe mit sämtlichen Klägern vor dem Landgericht Karlsruhe einen Vergleich geschlossen, teilte Web.de am Mittwoch mit. Damit hätten sich alle anhängigen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung im Juli erledigt, die dem Verkauf des eigenen Internetportals an United Internet fast ausnahmslos zugestimmt hatte. Die Allianz mit United Internet werde nun zügig vollzogen.

Einige Aktionäre hatten vor dem Landgericht Karlsruhe gegen Beschlüsse der Web.de-Hauptversammlung geklagt, um einen Verkauf des umsatzstärksten Geschäftszweiges zu verhindern.

Im Rahmen des gerichtlichen Vergleichs verpflichte sich Web.de zum Kauf von bis zu zehn Prozent eigener Aktien, sofern diese 3,8 Millionen Stück noch nicht im Besitz der Gesellschaft sind. Im September 2007 würden dann noch einmal zehn Prozent des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln erworben. Die Verpflichtung zum Aktienrückkauf gelte aber nur so lange, als der Aktienkurs des Unternehmens nicht über 11,10 Euro steige. Am Mittwoch notierten die Aktien gegen den schwächeren Markttrend mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 9,46 Euro. Zudem werde Web.de auf der Hauptversammlung 2006 einen Nachtragsbericht über den angestrebten Verkauf des Großteils des eigenen Geschäfts an United Internet und die Kooperation mit dem Konkurrenten vorlegen.

Die Klagen der Aktionäre hatten den Vollzug des Verkaufs des profitablen Internetportals von Web.de gefährdet. Die Verträge stehen unter dem Vorbehalt, dass der Hauptversammlungsbeschluss zum Verkauf unanfechtbar ist. Web.de erhält für das Internet-Portal rund 360 Millionen Euro in bar und in Aktien von United Internet.

Danach verbleibt bei der vor der Umbenennung in Combots AG stehenden Web.de nur das in den Kinderschuhen steckende Geschäft mit einer Telekommunikations-Software auf Internetbasis. Die Vorgängerversion der angekündigten neuen Software steuert bisher wenig Umsatz bei, beschert dem Unternehmen aber hohe Verluste.

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