Verkaufsboom dank WM
Loewe verdient wieder Geld mit seinen Fernsehern

Mit der gestiegenen Nachfrage besonders nach Flachbildschirmen im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft hat Loewe sein ordentliches Abschneiden zum Jahresauftakt begründet. So gut soll es nun weitergehen.

HB MÜNCHEN. Das Nettoergebnis habe im ersten Quartal bei 2,6 Mill. Euro gelegen nach einem Verlust von 2,7 Mill. Euro im Vorjahresquartal, teilte das im SDax gelistete Unternehmen am Dienstag mit. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen habe 5,1 Mill. Euro betragen, vor Jahresfrist stand noch ein Betriebsverlust von 1,9 Mill. Euro zu Buche. Der Umsatz sei um 38 Prozent auf 88,7 Mrd. Euro geklettert.

Im europäischen Fachhandel hat Loewe jetzt einen Marktanteil gemessen am Umsatz von 5,2 Prozent – 0,4 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. In Deutschland sind es speziell bei Flachbildschirmen sogar 11,2 Prozent nach 8,2 Prozent. Die Fußball-Weltmeisterschaft und die geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung im Jahr 2007 seien Kaufanreize für die Kunden, hieß es zur Begründung für die guten Geschäfte.

Für das Gesamtjahr 2006 gab sich der schwer gebeutelte Fernsehgeräte-Produzent optimistisch. Bei einem Umsatz von 340 bis 350 Mill. Euro sei mit einem operativen Gewinn (Ebit) von rund 10 Mill. Euro zu rechnen, obwohl in den kommenden Monaten ein erhöhten Margendruck aufgrund fallender Marktpreise erwartet werde. Zuletzt waren die Oberfranken von einem Betriebsgewinn zwischen 5 und 10 Mill. Euro für 2006 ausgegangen. Im jahr 2005 hatte Loewe einen Betriebsgewinn von 2,1 Mill. Euro erwirtschaftet, lag unterm Strich allerdings mit 1,9 Mill. Euro in den Miesen.

Loewe hatte den Übergang von Röhren- auf Flachbildschirm-Fernseher verschlafen und war 2003 und 2004 tief in die roten Zahlen gerutscht. Minderheitsaktionär Sharp hatte dem Traditionsunternehmen geholfen, wieder Anschluss zu finden. Inzwischen macht Loewe 95 Prozent seines Umsatzes mit LCD- und Plasmageräten. Die Restrukturierung sei abgeschlossen, hieß es. Loewe, dessen Mitarbeiter während der Sanierung auf Teile ihres Gehalts verzichteten, hat sogar wieder Stellen aufgebaut.

Die Erlöse aus der Fertigung für Sharp blieben allerdings hinter den Erwartungen zurück. Im ersten Quartal wurde lediglich ein Umsatz von 2,1 Mill. Euro erzielt. Für das Gesamtjahr rechnet die Loewe AG in diesem Segment mit Umsätzen von rund 5 Mill. Euro. Ursprünglich war ein Umsatz von 20 Mill. Euro geplant gewesen. „Die Zusammenarbeit mit Sharp ist aber weiterhin sehr gut und vertrauensvoll“, sagte ein Sprecher.

Künftig wollen die Kronacher in einem weiter wachsenden europäischen Flach-TV-Markt vom Trend zu noch größeren Bildschirmen profitieren. Dort lägen die Wachstumsraten im zweistelligen Bereich. „Deshalb werden wir weitere großformatige Flachdisplaygeräte am Markt einführen“, kündigte das Unternehmen an.

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