Verkaufserfolg der tragbaren Playstation hilft Verluste zu begrenzen
Sony steht vor der Bewährungsprobe

Die Wall Street hatte schon das Schlimmste für Sony befürchtet. Gute Verkaufszahlen für die neue tragbare Spielekonsole PSP bremsten den Absturz von Quartalsumsatz und Ergebnis des Elektronikkonzern - wenigsten ein wenig.

pos DÜSSELDORF. Hinzu kamen geringere Kosten für den Abbau von Arbeitsplätzen. Und am Ende stand statt der befürchteten 70 Milliarden Yen Nettoverlust im Quartal zum 31. März ein Minus von „nur“ 56,5 Mrd. Yen (ca. 411 Mill. Euro).

Das ist das schlechteste Quartalsergebnis seit zwei Jahren für Sony. Und für das gerade begonnene neue Geschäftsjahr prognostiziert der japanische Konzern schon heute einen Einbruch des Nettoertrags um 51 Prozent auf rund 80 Mrd. Yen. Als Grund werden hohe Restrukturierungskosten für die Sparte Konsumelektronik genannt – das größte Problem, dass der Sony-CEO Howard Stringer angehen muss. Der 63-jährige ist der erste Nicht-Japaner an der Spitze von Sony.

Das gute Abschneiden im Geschäftsjahr 2004/2005 ist dagegen auch auf positive Sondereffekte in Höhe von 67,9 Milliarden Yen zurückzuführen, die sich nicht wiederholen werden. Fürs Gesamtjahr konnte Sony damit sogar den Überschuss um 85 Prozent auf 163,8 Mrd. Yen steigern. Der Konzernumsatz fiel um 4,5 Prozent auf 7,16 Billionen Yen.

Investoren und Mitarbeiter setzen große Hoffnungen auf Stringer, der Elektronik- und Softwaresparte (Film, Musik) endlich zusammenführen soll. „Es gab schon viele Versprechungen“, sagt Rob Sellar von Aberdeen Asset Management in London, „aber die Umsetzung hat gefehlt“. Noch hält Stringer sich zurück. Die Hiobsbotschaften durfte diesmal der Sony-Chief Financial Officer Katsumi Ihara der Presse in Tokio mitteilen. Klar ist aber, dass Stringer Restrukturierung und eingeleiteten Personalabbau fortsetzen will, um die Rentabilität zu steigern. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Sony 72 Mrd. Yen Restrukturierungskosten. Brennpunkt ist die Unterhaltungselektronik, Den Markt für MP3-Musikspieler etwa hatte Sony zu lange ignoriert, Fehlentscheidung im TV-Geschäft hatten Sonys Marktanteile im wichtigsten Marktsegment einbrechen lassen. Während Apple alleine 5,1 Mill. „iPod“-Player im vergangenen Quartal verkauft hat, konnte Walkman-Erfinder Sony im ganzen Jahr nur 850 000 MP3-Spieler mit Festplatte oder Flash-Speicher verkaufen. Dieses Jahr sollen es 4,5 Millionen Stück werden.

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