Verkaufssender
Bei HSE24 bahnt sich Verkauf oder IPO an

Finanzinvestor Providence könnte mit einem Verkauf oder einem Börsengang des Senders HSE24 im kommenden Kasse machen, wie Insider sagen. Was favorisiert wird, hänge vom Interesse der möglichen Käufer ab.
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FrankfurtDer Verkaufsfernsehsender HSE24 könnte Insidern zufolge im kommenden Jahr verkauft werden oder an die Börse gehen. Der Wert des Unternehmens könne bei rund 1,5 Milliarden Euro inklusive Schulden liegen, sagten mehrere mit dem Deal vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Damit würde der Finanzinvestor Providence Kasse machen. Laut Finanzkreisen soll Providence vor fünf Jahren rund 650 Millionen Euro für einen Anteil von 85 Prozent an HSE24 auf den Tisch gelegt haben. Die Bank of America ist den Insidern zufolge federführend von Providence mit dem Verkaufsprozess beauftragt worden.

Weitere involvierte Geldhäuser sind demnach in der ersten Reihe die Deutsche Bank, UBS, sowie in der zweiten Reihe Citi und BNP Paribas. Ob eine Veräußerung oder ein Finanzmarktdebüt favorisiert werde, hänge vom Interesse der möglichen Käufer ab. Providence wie auch die Banken lehnten eine Stellungnahme ab oder waren zunächst nicht erreichbar.

HSE24 konkurriert mit dem Verkaufssender QVC, der zum Medienkonglomerat Liberty Interactive von Milliardär John Malone gehört. HSE24 wurde 1995 gegründet. 2008 kaufte der Finanzinvestor Axa Private Equity - heute Ardian genannt - das Münchner Unternehmen für rund 180 Millionen Euro aus der Insolvenzmasse des Warenhaus- und Versandkonzerns Arcandor. 2012 übernahm dann Providence die Mehrheit. Im vergangenen Jahr steigerte die HSE24 Gruppe ihren Umsatz um sechs Prozent auf 754 Millionen Euro. Jährlich stellt der Sender nach eigenen Angaben rund 20.000 Produkte vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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