Verlag weist Verdacht auf marktbeherrschende Stellung zurück - Kartellamt prüft
Gruner+Jahr verteidigt Aufstockung beim „Spiegel“

Der Kampf um die Neuordnung in der Anteilsstruktur beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ geht in die nächste Runde.

HAMBURG. Das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr mit dem Konkurrenztitel „Stern“ hat am 10. August die geplante Erhöhung seiner Beteiligung am Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG auf 25,5 Prozent zur Prüfung beim Bundeskartellamt angemeldet und weist den Verdacht einer marktbeherrschenden Stellung zurück. „Es gebe jetzt eine vierwöchige Vorprüfung“, bestätigt eine Sprecherin des Kartellamts dem Handelsblatt auf Anfrage.

Gruner+Jahr ist zu dem Schritt gezwungen, weil nach dem Tod des Spiegel-Herausgebers Rudolf Augstein die beiden Erben Jakob und Franziska Augstein jeweils 0,5 Prozent ihrer 25 Prozent-Anteils an die Spiegel-Mitarbeiter KG sowie G+J abgeben müssen. G+J erlangt dadurch zusammen mit der Mitarbeiter KG 76 Prozent und kann alle unternehmerischen Entscheidungen beim Spiegel-Verlag durchsetzen.

Jakob Augstein hofft, dass die Wettbewerbshüter die Anteilsaufstockung untersagen und er und seine Schwester ihr Mitspracherecht behalten. „Ich bin der Auffassung, dass es weder für den Spiegel noch für die publizistische Vielfalt im Land gut wäre, wenn ein und derselbe Verlag die inhaltliche Kontrolle über die beiden großen deutschen politische Magazine behielte“, sagte Augstein jüngst.

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