Verlag will mit Erlösen von bis zu 300 Millionen Euro Schulden senken
Immobilienverkäufe sollen Springer helfen

Die Berliner Axel Springer AG will sich von Immobilien im Wert von 200 bis 300 Mill. Euro trennen, um die Schulden des Konzerns zu verringern.

HAMBURG. So steht Europas größter Zeitungskonzern kurz davor, das Hamburger Zeitschriftenhaus an einen Investor abzugeben. Als Kaufsumme sind rund 80 Mill. Euro im Gespräch. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Springer-Konzerns. Der Verlag prüfe sogar, das Stammhaus in Berlin für deutlich mehr als 200 Mill. Euro an eine Bank zu verkaufen und zurückzumieten.

Damit würde Vorstandschef Mathias Döpfner große Teile des vorhandenen Immobilienbesitzes von Springer verkaufen. Im vergangenen Jahr wies der Medienkonzern seine Grundstücke in der Bilanz zu Anschaffungskosten mit mehr als 500 Mill. Euro aus.

Das Geld aus den Immobilienverkäufen könnte der Springer dringend gebrauchen. Denn für mehr als 4,2 Mrd. Euro will das Medienhaus den Münchener Fernsehsender Pro Sieben Sat 1 Media übernehmen und das Verlagshaus mit ihm fusionieren. Nach einer Verschmelzung hätte der Medienkonzern eine Nettoverschuldung von bis zu 3,6 Mrd. Euro. Diese Summe würde nach Einschätzung von Analysten anfallen, wenn alle Vorzugsaktionäre der Pro Sieben Sat 1 AG das Abfindungsangebot des Printkonzerns von 14,10 Euro je Aktie annehmen. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 2,4 Mrd. Euro einen Jahresüberschuss von 148 Mill. Euro erwirtschaftet.

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