Verlage brauchen neue Strategien
Internetgeschäft der Verlage im Aufwind

DÜSSELDORF. Mit dem Internet soll sich nichts verdienen lassen? Eine glatte Falschaussage, meint der Verband Europäischer Online Verleger (OPA). In seiner neuen Studie zeigt der in Berlin ansässige Verband, dass das Geschäft mit dem Internet immer besser laufe. Demnach arbeiten 65% der Online Verlage bereits Ende 2004 rentabel und insgesamt 70% der untersuchten Verlage, erwarten eine positive Marktentwicklung.

Allerdings müssen Verleger, die ihr Onlinegeschäft erfolgreich gestalten wollen, noch weitaus mehr Werbekunden für das Medium Internet begeistern. Denn derzeit nutzen gerade die wichtigsten Werbekunden das Internet nicht. Ihrer Meinung nach nutzen die User das WorldWideWeb hauptsächlich zur Informationsbeschaffung. Daher eigne sich das Internet sich nicht als Werbeumfeld, so das gängige Vorurteil.

Die Untersuchung zeigt jedoch, dass das Internet durchaus profitabel ist. So verfügten laut OPA in Europa 190 Millionen Menschen über einen Internet-Zugang. Tendenz steigend. Allein in Deutschland benutzen momentan 54% das Web. Den Werbeanbietern biete sich folglich ein noch immer wachsender Markt.

Für den Geschäftsbereich Internet müssen laut Studie neue Einkommensquellen neben der klassischen Werbung erschlossen werden, die bisher die wichtigste Einnahmequelle ist. Die Studie bemängelt auch, dass sich die meisten Online-Verleger nur auf ihre lokalen Märkte konzentrieren und die Geschäftentwicklung auf ausländischen Märkten nur von weitem verfolgen. Erfolgreiche Geschäftmodelle aus anderen Ländern blieben daher unbekannt und Umstrukturierungsmaßnahmen würden von den Verlagen nur schleppend umgesetzt.

Trotz dieses Problems können der OPA zufolge mit Werbung und kostenpflichtigen Inhalten, für welche die User zahlen, insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008 erwirtschaftet werden. Allerdings müssen die Online Publisher innovative Formate finden. So könnte ein jährliches Umsatzplus von 16% bis 2008 erreicht werden.

Für die Umfrage wurden 17 führende europäische Online Verlage befragt, die 37 Websites veröffentlichen. Die Studie ist unter www.opa-europe.org erhältlich.

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