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Verlage: Friede Springer nennt Zeitungsverkauf „unumgänglich“

Springers letzte Regionalzeitungen sind verkauft, nun spricht die Mehrheitsaktionärin. Friede Springer sagt: „Das Alte ist vergangen, wirklich vergangen.“ Ihr Vorstandschef sagt, Journalismus solle Kerngeschäft bleiben.

Verlegerin Friede Springer und der Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlages, Mathias Döpfner im Juni 2012. Quelle: dpa
Verlegerin Friede Springer und der Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlages, Mathias Döpfner im Juni 2012. Quelle: dpa

BerlinDer Verkauf von zwei Regionalzeitungen und sieben Zeitschriften aus dem Springer-Medienkonzern war nach den Worten von Mehrheitsaktionärin Friede Springer „unumgänglich“. Die Entscheidung sei schwer gefallen, aber auch eine logische Konsequenz aus der Entwicklung des Marktes gewesen, sagte Springer der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ („F.A.S.“) zu dem spektakulären Deal.

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Sie verfolge die Entwicklung auf dem Zeitungsmarkt seit Jahren und sehe die täglichen Zahlen, sagte die Verlegerin. Mit Blick auf die Geschichte des Verlagshauses fügte sie hinzu: „Das Alte ist vergangen, wirklich vergangen.“

Der Springer-Medienkonzern verkauft für insgesamt 920 Millionen Euro seine Regionalzeitungen „Berliner Morgenpost“ und „Hamburger Abendblatt“ sowie seine Programm- und Frauenzeitschriften, darunter „Hörzu“ und „Bild der Frau“. Käufer ist die Funke Mediengruppe (Essen), die unter anderem die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ und die „Braunschweiger Zeitung“ herausgibt.

Springer wolle an den verbliebenen Titeln „Bild“ und „Welt“ festhalten, betonte die Verlegerin. „Solange ich als Mehrheitsaktionärin hier etwas zu sagen und mitzubestimmen habe, werden die Welt- und die Bild-Gruppe nicht angetastet.“ Beide Zeitungen sollten vielmehr gestärkt werden.

Analyse zum Springer-Funke-Deal Döpfners kalte, digitale Konsequenz

Mit dem Verkauf von zentralen Unternehmensteilen an Funke hat Axel Springer der Branche eine Nachricht beschert, an der sie noch lange zu knabbern haben wird. Plötzlich ist zu spüren, was der digitale Wandel bedeutet.

In einem Interview mit der Zeitung „Schweiz am Sonntag“, das vor Bekanntwerden des Zeitungsverkaufs geführt worden war, betonte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, der Journalismus bleibe das Kerngeschäft von Springer. „Wir sind überzeugt, dass Journalismus, Werbevermarktung und das Rubrikengeschäft auch in der digitalen Welt funktionieren.“ Es wäre problematisch, wenn Springer in reinen E-Commerce mit Warenrisiko investiere. „Das hat mit Journalismus nichts zu tun“, sagte Döpfner.

Unterdessen teilte Axel Springer mit, dass sich der Konzern auch von Print-Aktivitäten in Frankreich trennt. Der Verlag PGP werde an das Medienunternehmen Reworld Media verkauft. Ein Springer-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des Hamburger Medienmagazins „new business“. PGP bringt Magazine in den Segmenten Frauen, Kochen und TV heraus. PGP trage nur einen Anteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich zum Gesamtumsatz bei, betonte Springer.

  • 28.07.2013, 16:41 UhrErben_erben_Erben

    Friede Springer kann das nennen wie sie will.
    Sie folgt ihrer Logik wie der Logik ihrer Einflüsterer.
    Wenig mehr wirkt gefährlicher für Erben.
    Friede Springer ist im Begriff ihr Erbe zu versemmeln, weil es anderen grad so passt.

    Und ob ich das nun schreibe, oder in China fällt ein Reissack um: Friede wirds mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sogar selbst noch erleben.

  • 28.07.2013, 17:19 UhrwielesSCHEITEL

    matze döpfner potsdams und berlins längster und höchster medienmanager präsentiert einmal mehr ein rin und raus aus die kartoffeln,wie wirs von ihm kennen

    kennen wir aktionäre noch von der PIN pleite,da packte den meister,management vom hochsitz, die flatter

    wollte er noch schlapp vorm jahr die WAZ anteile kaufen,verkauft er nun selbst an die WAZ

    keine strategie ist auch eine

    was ist da nur passiert

    wollte er noch bis vor kurzem großspurig die verlagsprodukte in die digitale zukunft führen,führt er nun die mitmanager und mitarbeiter in die irre,und verkauft mit restdarlehen mehr als 50 % deutschlandprintumsatz

    es wird geld gebraucht für das spiel a la card-alles auf die eine- scout,um zu zeigen,daß er wirklich was reißen kann.

    wär neu....

    döpfner verkauft die melkkühe,um sich seinesgleichen in den stall zu zukaufe

    um für den digitalen ochsenstall später ausländische investoren zu finden,glücksritter wie er,brauchts ein wunder

  • 28.07.2013, 18:52 UhrCharbonnier

    Die ehemalige Kinderfrau im Hause Springer ist nicht in der Lage eine Traditionszeitung zu fördern. Sie und ihre Familie können nur einfach den Hals nicht voll kriegen. Geschaffen haben andere diese Firma. Die derzeitigen Eigentümer haben nur gelernt, Geld auszugeben. Eine Schande ist das.

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