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Springer schafft Rekord mit digitalen Medien

Das Verlagshaus Axel Springer will das führende digitale Medienunternehmen werden. Im letzten Jahr waren die Erlöse im Digitalen höher als in jedem anderen Bereich. Im Printgeschäft gibt es allerdings Anpassungen.
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BerlinAxel Springer hat dank seines stark wachsenden digitalen Geschäfts und seiner Auslandsaktivitäten im abgelaufenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 5,8 Prozent auf 628 Millionen Euro zu, wie der Berliner Medienkonzern am Mittwoch mitteilte.

Der Umsatz des „Bild“- und „Welt“-Herausgebers stieg um 3,9 Prozent auf 3,31 Milliarden Euro. Dabei übertrafen die Erlöse der digitalen Medien erstmals die aus jedem anderem Geschäftsbereich. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebitda von 619 Millionen Euro und Erlösen von knapp 3,3 Milliarden Euro gerechnet.

Nach Konzernangaben steigerten die Digitalen Medien ihre Erlöse um 22,0 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro und lösten damit erstmals die inländischen Zeitungen als umsatzstärkster Geschäftsbereich des Konzerns ab.
Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, erklärte: „Wir wollen den digitalen Umbau des gesamten Unternehmens deutlich forcieren. Wir wollen Innovationen beschleunigen, die Effizienz des eingesetzten Kapitals weiter erhöhen und den tiefgreifenden strukturellen Wandel der Medienbranche gestalten.“

Auch wenn die Printmedien noch lange einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg liefern würden, sei das Ziel klar: „Wir wollen das führende digitale Medienunternehmen werden.“ Im Geschäftsjahr 2013 will Axel Springer daher mehr in die Digitalisierung investieren und die Strukturen im Printgeschäft verändern.

Großangelegte Entlassungen schloss Döpfner allerdings aus. „Es gibt kein Stellenabbauprogramm“, sagte Döpfner. Springer setzt nach Worten Döpfners im laufenden Jahr weiter auf Investitionen. Mit Hilfe von Partnern könnten mehr als zwei Milliarden Euro ausgegeben werden, sagte Döpfner. Dies sei allerdings nicht jährlich möglich, ergänzte Finanzchef Lothar Lanz.

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  • Schon eine ganz bittere Zeit, in der wir leben.
    Gute Zeitungen und Magazine müssen aus Kostengründen ihre Geschäftstätigkeit einstellen und gehen in die Insolvenz, während dieses Schmierenhetzblatt „BILD“, weiter wächst.
    Diese widerlichen Schmierfinken Diekmann und Blome mit ihrem Neid- und Hassmedium, verblöden die Deutschen endgültig.
    Man muss sich wirklich fragen, ob man noch länger in diesem Land der Vollidioten, im Land der „Brot und Spiele-Generation“ weiter leben möchte?!
    Ich überlege wirklich ernsthaft auszuwandern und zwar für immer. Selbst wenn ich dann weniger verdiene, erwarte ich mir durchaus eine höhere Lebensqualität, als in diesem hasserfüllten, treudoofen Deutschland des Jahres 2013.

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