Verlage
Verlagshaus Pearson trotzt der Medienkrise

Da Unternehmen ihre Werbebudgets kürzen, bricht den Verlagen mit den Anzeigenerlösen die wichtigste Einnahmequelle weg. Der britische Verlag Pearson, Herausgeber der "Financial Times", konnte 2008 seinen Gewinn trotzdem steigern. Der Verlag setzt nicht nur auf journalistische Qualität.
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HB LONDON. Der britische Verlagskonzern Pearson hat im abgelaufenen Geschäftsjahr der Wirtschafts- und Finanzkrise getrotzt. Der Gewinn werde rund 20 Prozent über dem Ergebnis von 2007 liegen, teilte das Unternehmen in London mit. Im vergangenen Jahr hatte ein Gewinn von 46,7 Pence (52 Eurocent) pro Aktie zu Buche gestanden. Analysten erwarteten für 2008 einen Gewinn von 50,7 Pence (56,1 Eurocent) vor Abschreibungen und Sondereffekten. Der Konzern profitierte unter anderem vom im Vergleich zum britischen Pfund starken US-Dollar.

Pearson verlegt zahlreiche Lehrbücher. Zudem besitzt er die Wirtschaftszeitung "Financial Times" sowie die zweitgrößte Verlagsgruppe der Welt, Penguin Books.

Das Geschäft mit Lehrbüchern habe sich besser entwickelt als erwartet, berichtete Geschäftsführerin Marjorie Scardino. Penguin liege innerhalb der Erwartungen, und auch die FT-Gruppe habe trotz eines Rückgangs im Anzeigengeschäft im vierten Quartal ein Gewinnplus verbucht. Für 2009 erwarte sie weiterhin schwierige Marktbedingungen, in denen sich das Unternehmen aber gut behaupten werde, sagte die Managerin.

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