Verlust trotz Rekordumsätzen im Mikroprozessor-Geschäft
AMD will Tochter an die Börse bringen

Der weltweit Chip-Hersteller AMD ist im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres trotz Rekordumsätzen im Mikroprozessor-Geschäft in die Verlustzone gerutscht. Schuld daran soll vor allem die angeschlagene Speicherchip-Sparte sein.

HB SAN FRANCISCO. Im Quartal habe sich ein Verlust von 17,4 Millionen Dollar ergeben, nach einem Gewinn von 45,1 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte AMD am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Der operative Verlust lag bei 46 Millionen Dollar nach einem Plus von 61 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Umsatz sank auf 1,23 Milliarden Dollar von 1,24 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Stark habe sich der Umsatz vor allem bei Prozessoren des Typs AMD Opteron and AMD Athlon entwickelt, hieß es.

Rekordumsätzen im Mikroprozessor-Geschäft habe ein anhaltender Preisdruck im Bereich Speicherchips gegenübergestanden, teilte das Unternehmen in San Francisco mit. Im zweiten Quartal dieses Jahres sei im Mikroprozessor-Geschäft mit stagnierenden beziehungsweise leicht sinkenden Umsätzen zu rechnen. Für die Speicher-Sparte gab AMD keinen Ausblick, kündigte aber an, das Geschäft über einen Börsengang abzuspalten.

Mit den Zahlen verfehlte das Unternehmen die Prognosen der Analysten deutlich. Der Umsatz fiel indes leicht besser aus als angenommen. Hier hatten die von Thomson First befragten Fachleute 1,21 Milliarden Dollar erwartet. Vor Veröffentlichung der Zahlen hatten die Aktien am Mittwoch 0,99 Prozent auf 17,06 Dollar nachgegeben.

Außerdem kündigte AMD an, das für Flash-Speicherchips zuständige Tochterunternehmen Spansion über einen Börsengang abspalten zu wollen. Bei Spansion handele es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen mit Fujitsu. Derzeit halte AMD 60 Prozent an Spansion, die übrigen 40 Prozent lägen bei Fujitsu.

Keine Angaben machte AMD zur Zahl der Aktien, die verkauft werden sollen, sowie zur Preisspanne. Das Speicherchipgeschäft hatte zuletzt unter sinkenden Preisen auf dem Weltmarkt gelitten. Im vierten Quartal war ein Verlust von 39 Millionen Dollar angefallen. Die Chips kommen hauptsächlich in Mobiltelefonen zum Einsatz.

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