Verlust verringert
Fujitsu erhöht wegen Erdbebens Verlustprognose

Der japanische Siemens-Partner Fujitsu hat seine Verlustprognose für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2003/04 erhöht, die Gewinnziele für das Gesamtjahr aber unverändert gelassen.

Reuters TOKIO. Die trüberen Aussichten für den Zeitraum April bis September begründete der Chip- und Computer-Hersteller am Dienstag mit der vorübergehenden Schließung eines Speicherchip-Werkes nach einem starken Erdbeben im Nordosten Japans Ende Mai.

Im ersten Geschäftsquartal konnte der Konzern dank einer leichten Belebung der Nachfrage nach Telekom-Ausrüstungen seinen Verlust verringern. „Die Technologieinvestitionen haben sich bis jetzt nicht voll erholt“, sagte Finanzchef Masamichi Ogura bei einer Pressekonferenz. Doch die Verhandlungen mit den Unternehmen über neue Aufträge würden allmählich lebhafter. Fujitsu-Aktien verloren an der Börse in Tokio stärker als der Gesamtmarkt 3,7 Prozent auf 547 Yen.

Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres erhöhte der größte japanische Hersteller von Personal- und Netzwerk-Computern seine Prognose für den Netto-Verlust auf 50 Milliarden Yen (rund 364,7 Millionen Euro). Im April hatte Fujitsu noch einen Fehlbetrag von 40 Milliarden Yen prognostiziert. Für des Gesamtjahr erwartet das Unternehmen bei Erlösen von 4,8 Billionen Yen weiter einen Netto-Gewinn von 30 Milliarden Yen und einen operativen Gewinn von 150 Milliarden Yen.

„Wir haben durch das Erdbeben unerwartete Einbußen erlitten, aber wir glauben, das im Gesamtjahr wieder wett machen zu können“, sagte Ogura weiter. Wegen starker Beschädigungen durch ein Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala Ende Mai sei die Produktion im Werk in Iwate für eine Woche unterbrochen worden, teilte das Unternehmen mit. Auch am Wochenende war der Nordosten Japans erneut von einem Erdbeben erschüttert worden, das allerdings eine geringere Stärke hatte.

In den drei Monaten bis Ende Juni habe eine mäßige Belebung der Nachfrage nach Telekomausrüstungen dazu beigetragen, den Netto-Verlust bei Fujitsu auf 39,81 Milliarden Yen von 56,4 Milliarden Yen vor einem Jahr zu reduzieren. Der Umsatz sei zugleich um 4,5 Prozent auf 938,7 Milliarden Yen gesunken. Auch die Konkurrenten NEC, Toshiba und Hitachi, die ebenfalls in dieser Woche ihre Zahlen vorlegen, haben nach den Erwartungen der Analysten ihren Verlust im abgelaufenen Quartal verringert.

Die Produktion von Personal Computern (PC) betreibt Fujitsu gemeinsam mit Siemens. Das Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens ist der weltweit viertgrößte PC-Hersteller.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%