Verlust verringert - Gewinnschwelle im Visier
SCM Microsystems überrascht

Mit einem Umsatzsprung und einem rückläufigen Betriebsverlust im vergangenen Quartal hat der IT-Sicherheitsspezialist SCM Microsystems die Börse positiv überrascht.

HB FRANKFURT. Der Vorstand versprach bei Vorlage des Quartalsberichts am Montag, im vierten Quartal im operativen Geschäft die Gewinnzone zu erreichen und damit früher als geplant. Die Investoren quittierten dies mit Zukäufen. Die in Deutschland im Prime Standard geführte Aktie legte zeitweise mehr als zehn Prozent auf bis zu 2,58 Euro zu.

Der laufende Konzernumbau werde voraussichtlich bis Ende September abgeschlossen, gab Vorstandschef Robert Schneider bekannt. Mit Hilfe einer dann günstigeren Kostenbasis könne somit im Schlussquartal des Jahres operativ mit dem Erreichen der Gewinnzone gerechnet werden. Bislang hatte das Management des deutsch-amerikanischen Unternehmens dies frühestens für 2007 in Aussicht gestellt.

Im Zeitraum April bis Juni erzielte der Hersteller von Chipkartenlesegeräten, der auch an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet ist, einen Umsatz von 9,4 Millionen Dollar. Dies waren 63 Prozent mehr als im zweiten Quartal des Vorjahres. Das Unternehmen habe von einer ungewöhnlich hohen Nachfrage nach Lesegeräten für elektronische Reisepässe in Deutschland und für die öffentliche Verwaltung in den USA profitiert, hieß es.

Bereinigt um den Verkauf der Digitalfernsehsparte verringerte sich der Verlust vor Steuern um ein Viertel auf zwei Millionen Dollar. Teile des Verkaufserlöses und eine Steuerrückzahlung bescherten dem Konzern einen Überschuss von 7,2 Millionen Dollar. SCM hatte die Sparte an die Schweizer Kudelski-Gruppe veräußert, um sich auf das Geschäft mit Chipkartenlesegeräten zu konzentrieren.

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